Lufthansa hebt mit modernisiertem A380 erneut ab
Die Luftfahrtwelt blickt erstaunt auf die jüngsten Pläne der Lufthansa, welche ihrem traditionsreichen, jedoch als Auslaufmodell geltenden Airbus A380 wieder neue Flügel verleiht. Der in der Branche bereits offiziell verabschiedete Gigant bekommt ein Facelift in Form von 68 modernisierten Business-Sitzen, die ab Februar von den Elbe Flugzeugwerken in Dresden verbaut werden. Hierbei entscheiden sich die Verantwortlichen für Produkte des Herstellers Thompson, während die exklusive Allegris-Kabine für die Langstrecke unerwartet unberücksichtigt bleibt.
Interessanterweise zieht der Umbau keine Anpassungen in den übrigen Flugzeugklassen nach sich, wodurch das Platzangebot auf insgesamt 499 Sitzgelegenheiten leicht reduziert wird. Laut Lufthansa sei dank einer bestehenden Lizenz keine neue Zertifizierung erforderlich.
Ein bemerkenswerter Schachzug, der laut Carsten Spohr, dem Kopf des Unternehmens, der Ikone der Lüfte eine verlängerte Lebensdauer von mindestens fünf Jahren beschert. Ursprünglich plante der Konzern die Ausflottung des in der kalten Jahreszeit oft schwer füllbaren, platzintensiven A380. Doch die pandemiebedingten Lieferengpässe bei neuen Maschinen von Boeing und Airbus belebten seine Nutzung wieder. München bleibt dabei als strategischer Dreh- und Angelpunkt für seine Langstreckenverbindungen erhalten.

