Lufthansa erreicht Meilenstein bei Boeing 787-Zertifizierung

Lufthansa hat einen bedeutenden Fortschritt in der Vermarktung ihrer neuen Langstreckenflugzeuge erzielt. Ab dem 15. April können Reisende die großzügig gestalteten Business-Class-Sitze der Boeing 787 in weit größerem Umfang buchen. Von insgesamt 28 Sitzen stehen künftig 25 zur Verfügung, ein deutliches Plus im Vergleich zur bisherigen Freigabe der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, die nur vier Sitze erlaubt hatte.
Der Hintergrund für die Verzögerung liegt in den umfassenden Zertifizierungsanforderungen, die jedem Flugzeugtyp auferlegt werden. Lufthansa hat sich dazu entschlossen, ihre neuen 787 "Dreamliner" mit der eigens entwickelten Allegris-Kabinenausstattung auszustatten, anstatt auf Standardsitze zurückzugreifen. Diese Innovation bedurfte einer zusätzlichen Zulassung der Bauteile, was den Prozess verlängerte, aber auch Potenzial für höhere Einnahmen bietet. Die Allegris-Kabine ermöglicht es den Passagieren, weitere Komfortoptionen hinzuzubuchen.
Trotz der erzielten Erfolge bleibt die Zertifizierung noch unvollständig. Drei Sitze in der zweiten Reihe der Business-Class müssen weiterhin gesperrt bleiben. Das erste Flugzeug mit dieser hochmodernen Kabinenausstattung ist seit Oktober 2025 von Frankfurt aus im Einsatz. Lufthansa plant, bis Ende 2027 insgesamt 29 Dreamliner in ihre Flotte zu integrieren, wobei die Allegris-Sitze im Airbus A350 bereits seit Mai 2024 verfügbar sind.

