Luftangriffe trotz Waffenruhe: Erneuter Schlag gegen Hisbollah in Beirut
In einem überraschenden militärischen Manöver hat die israelische Luftwaffe zum zweiten Mal seit Inkrafttreten der Waffenruhe die Hisbollah in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die nächtliche Operation zielte auf eine Schlüsselfigur der proiranischen Miliz, die offenbar aktiv an der Unterstützung der Hamas beteiligt war. Die israelische Armee berichtete, dass der getroffene Mann als direkte Bedrohung galt und seine Neutralisierung unumgänglich war.
Die jüngste Attacke markiert den zweiten Luftschlag in den Dahija-Vierteln Beiruts, einem bekannten Stützpunkt der Hisbollah, seit der im November vereinbarten Waffenruhe. Diese Ortsteile dienen traditionell als Hochburg der Miliz. Während arabische Quellen berichten, dass möglicherweise ein Wohnhaus getroffen wurde, gibt es derzeit keine bestätigten Berichte über Verletzte oder Opfer. Erst kürzlich hatte die israelische Luftwaffe den Angriff auf ein Drohnenlager der Hisbollah in derselben Region gemeldet, nachdem Raketen aus dem Libanon auf Israel abgeschossen worden waren.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bekräftigte die Entschlossenheit seines Landes zur Durchsetzung des Waffenstillstands. Seine Regierung werde „energisch“ reagieren, wenn der Staat Israel bedroht wird, so die klare Botschaft aus seinem Büro. Bereits seit letztem Jahr war die Hisbollah aktiv beteiligt, Raketen auf Israel abzufeuern, um die Hamas im Gazastreifen zu unterstützen. Die Antwort Israels erfolgte prompt mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive.

