Los Angeles: Proteste bleiben randständig und friedlich
Die aktuellen Proteste im Raum Los Angeles, die in Teilen der Medien übertrieben dargestellt werden, erweisen sich als wenig repräsentativ für die Gesamtbevölkerung der Region. Nach Auskünften des leitenden Staatsanwalts Nathan Hochman für den Bezirk Los Angeles, betrifft das Geschehen lediglich einen winzigen Bruchteil der Bewohner, die zudem größtenteils friedlich agieren.
Mit einer Bevölkerung von rund elf Millionen Menschen in Stadt und Bezirk beteiligten sich gerade einmal 0,1 Prozent an den Demonstrationen gegen Abschiebungen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE. Von diesen Demonstranten zeigen schätzungsweise nur rund 400 Personen Tendenzen zu Ausschreitungen oder Vandalismus. Hochman machte deutlich, dass 99,9 Prozent der Bürger nicht in illegale Aktivitäten verwickelt seien.
Trotz dieser statistisch nüchternen Lage vermittelt US-Präsident Donald Trump ein drastisches Bild und verweist auf seine Entscheidung, die Nationalgarde sowie reguläre Soldaten zu entsenden. Ohne sein Eingreifen, so Trump, würde Los Angeles drohen, im Chaos zu versinken. Anlässlich einer Veranstaltung in Washington beschrieb er die Protestierenden pauschal als "radikale linke Irre".
Diese Schilderungen stoßen auf Kritik bei Gouverneur Gavin Newsom und Bürgermeisterin Karen Bass, die Trumps Maßnahmen als unnötige Eskalation einer im Wesentlichen friedlichen Situation ansehen. Es gebe genügend lokale Sicherheitskräfte, um die Lage verantwortungsvoll zu handhaben.

