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Lloyd’s sieht enormes Risiko für Stromnetze und Satelliten

09. Dezember 2025, 11:00 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Lloyd’s sieht enormes Risiko für Stromnetze und Satelliten
Foto: Eulerpool
Das DLR beobachtet ungewöhnliche Sonnenaktivität, die zu einer massiven Plasmawolke führen könnte. Lloyd’s schätzt weltweite Verluste auf bis zu 9,1 Billionen Dollar.

Warnung aus der Forschung: Plasmawolke möglich

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) registriert derzeit eine ungewöhnlich hohe Aktivität auf der Sonne. Mehrere extrem große Sonnenflecken sind aufgetaucht – ein Hinweis darauf, dass sich in den kommenden Tagen eine massive Eruption lösen könnte. Eine solche Eruption würde geladene Materie ins All schleudern, die bei direktem Treffer das Erdmagnetfeld empfindlich stören könnte.

„Grundsätzlich ist aktuell genug Energie da, dass es zu einer schweren Eruption kommen könnte“, sagt DLR-Wissenschaftler Florian Günzkofer. „Ob sie sich wirklich ereignet, kann man nicht vorhersagen.“ Die Unsicherheit ist Teil des Problems. Selbst modernste Modelle können lediglich Wahrscheinlichkeiten, nicht konkrete Ereignisse prognostizieren.

Was ein Sonnensturm anrichten kann

Trifft eine Plasmawolke die Erde, kann sie Stromnetze, GPS-Systeme, Kommunikationsinfrastruktur, Luftfahrttechnik, Navigationssysteme und Satelliten empfindlich stören. Die Auswirkungen reichen von Flugzeugumleitungen bis zu großflächigen Stromausfällen. Anders als lokale Naturkatastrophen ist ein Sonnensturm jedoch weltweit wirksam – ein „globaler Kumulschaden“ im Fachjargon der Versicherungsbranche.

Versicherer fürchten solche Ereignisse besonders, weil ein einziger Auslöser gleichzeitig Millionen individuelle Verträge betreffen kann. Das widerspricht dem Grundprinzip der Risikostreuung – und macht einen schweren Sonnensturm zu einem Albtraum für Aktuare.

Lloyd’s-Modellrechnung: Verlustpotential von bis zu 9,1 Billionen Dollar

Der Marktführer Lloyd’s hat den Ernstfall bereits durchgespielt: In einem Szenario-Bericht vom Frühjahr warnten die Experten, dass ein schwerer Sonnensturm weltweit Schäden von bis zu 9,1 Billionen Dollar verursachen könnte – abhängig von Stärke und Dauer. Selbst das mildeste Szenario lag bei 1,2 Billionen Dollar.

Im Durchschnitt rechnet Lloyd’s dabei mit einem erwarteten Einzelschaden von 17 Milliarden Dollar. Noch gefährlicher ist jedoch die volkswirtschaftliche Kettenreaktion: ein potenzieller Rückgang des globalen BIP um bis zu 1,4 Prozent. Welche Summen Versicherer davon abfedern könnten, ist unklar – vieles wäre schlicht nicht gedeckt.

Der „Muttertagssturm“ 2024 war nur ein Vorgeschmack

Dass Sonnenstürme reale Schäden anrichten, zeigte 2024 ein vergleichsweise harmloses Ereignis: der sogenannte Muttertagssturm. Damals beschädigten GPS-Störungen landwirtschaftliche Maschinen in den USA und führten zu Ernteschäden im dreistelligen Millionenbereich. Das zeigt, wie stark digitalisierte Sektoren inzwischen abhängen von störungsfreien Positionsdaten.

Ein schwerer Sturm würde solche Effekte um Größenordnungen vervielfachen.

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