Letzte Chance für Schallschutzprogramm am BER: Antragsfrist für Anwohner endet
Das langjährige Schallschutzprogramm für Anwohner des Flughafens Berlin-Brandenburg steuert auf sein Ende zu. Anträge können nur noch bis zum 4. November eingereicht werden. Bewohner, die bis dahin keine vollständigen Unterlagen eingereicht haben, verpassen die Gelegenheit auf finanzielle Unterstützung.
Dieses Programm, das aus dem Ausbau des ehemaligen Flughafens Schönefeld hervorgegangen ist, basiert auf dem im Sommer 2004 beschlossenen Planfeststellungsbeschluss. Es deckt ein Gebiet von etwa 40 Kilometern, von Ludwigsfelde im Westen bis nach Gosen im Osten, ab.
Ungefähr 26.500 Haushalte im Umfeld des Flughafens haben theoretisch Anspruch auf die Unterstützungsmaßnahmen. Die Flughafengesellschaft gibt an, bis September bereits Anträge von etwa 22.800 Haushalten erhalten zu haben. Rund 22.161 davon sind bereits bearbeitet.
Hierbei haben die Eigentümer die erforderlichen Informationen erhalten, um Maßnahmen zur Lärmdämmung umzusetzen oder eine Entschädigung zu beantragen. In mehr als 5.200 Haushalten wurden bereits Schallschutzlösungen umgesetzt, während noch in 8.100 der Maßnahmenstatus offen ist.
Für gut 7.700 Haushalte sind Entschädigungen zugesagt worden. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben für das Schallschutzprogramm auf etwa 466 Millionen Euro.
Interessanterweise ist die Zahl der eingegangenen Anträge in den letzten Jahren rückläufig gewesen. Doch seit Oktober verzeichnet die Flughafengesellschaft wieder einen deutlichen Anstieg an neuen Anträgen. Viele davon sind jedoch unvollständig und werden deshalb aktuell nicht bearbeitet, wie eine Sprecherin erklärte.

