Lettland verschärft Sicherheitsmaßnahmen: Ausweitung der Luftraumsperrung und Reisebeschränkungen
Lettland hat seine Maßnahmen zur Sicherung des Luftraums entlang der Ostgrenze zu Russland und Belarus abermals verschärft. Das Verteidigungsministerium in Riga informierte, dass die nächtliche Schließung des Luftraums auf unbestimmte Zeit verlängert wird. Von 20.00 bis 7.00 Uhr bleibt der Luftraum bis zu einer Höhe von 6.000 Metern und in einer Zone von 50 Kilometern Tiefe entlang der Grenze gesperrt. Hintergrund sind Vorfälle mit Drohnen, die bereits mehrfach in den lettischen Luftraum eingedrungen sind, und damit verbundene Sicherheitsbedenken.
Zusätzlich dazu hat die lettische Regierung ein Verbot für organisierte Bustouren nach Russland und Belarus beschlossen, das ab dem 1. November in Kraft tritt. Ziel ist es, die Anzahl von Reisen, die zu Sicherheitsrisiken führen könnten, zu minimieren. Trotz des Appells des Außenministeriums, Reisen in die beiden Nachbarländer zu unterlassen, bleiben reguläre Linienverkehre nach wie vor erlaubt. Die Entscheidung basiert auf der Beobachtung, dass organisierte Busreisen in die Nachbarstaaten zugenommen haben und dadurch Staus sowie Sicherheitsrisiken durch illegale Einwanderung und potenzielle Spionage entstehen.
Mit diesen Maßnahmen versucht Lettland, seine Rolle als Grenzstaat der Europäischen Union und NATO zu stärken und die nationale Sicherheit in der derzeit angespannten Sicherheitslage zu gewährleisten.

