Jay-Z stellt infrage, ob Rap-Battles 'es wert sind'
(BANG) - Jay-Z ist kein Fan von Rap-Battles.
Der 56-jährige Rapstar hatte Anfang der 2000er eine berüchtigt erbitterte Rivalität mit seinem New Yorker Kollegen Nas, doch Jay ist der Meinung, dass das Genre heute nicht mehr auf Battles angewiesen ist, um öffentliches Interesse an Rap zu wecken.
"Es nimmt so viel Raum ein", sagte Jay im Gespräch mit 'GQ' rückblickend auf seine Karriere-Anfänge. "Es ist, als würde man versuchen, das Leben anderer Menschen zu zerstören. Ich weiß nicht, ob es das an diesem Punkt noch wert ist." Er liebe die Vorstellung, dass die Gesellschaft in so kurzer Zeit so viel Musik bekommen haben. Aber alles drumherum biete durchaus Angriffsfläche für Kritik: "Es war so nach dem Motto: 'Mann, das wirft uns um ein paar Schritte zurück.' Wir haben uns so sehr weiterentwickelt, dass ich – ich glaube, ich sage es jetzt einfach – nicht mehr weiß, ob Battles überhaupt noch Teil der Kultur sein müssen." Das Genre komme aus dem Breakdancing, man lieben Graffiti, und früher sei es der Job des MC gewesen, die Aufmerksamkeit auf den DJ zu lenken. Er fügte hinzu: "Jetzt ist die letzte verbliebene Säule das Battlen, und all diese Dinge kommen damit einher. Ich hasse es, dass ich diesen Standpunkt habe. Wirklich. Denn ich weiß, wie das klingt. Aber genau so empfinde ich darüber."
Jay ist einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten, und er konnte seinen Ruhm nutzen, um verschiedene Menschen in seinem Leben zu unterstützen. Der Chartstürmer sagte rückblickend: "Ich bin auf die harte Tour erfolgreich geworden, trotz der Art, wie das System aufgebaut ist. Alles war gegen mich." Sein Talent habe sich gegen all diesen Gegenwind durchgesetzt, und so sei er erfolgreich geworden. "Und mit diesem Erfolg habe ich mit meiner Reichweite Dinge getan, die ich tun wollte und die für viele Menschen hilfreich waren. Und ich glaube, das ist das Wichtigste – die Dinge, an die du glaubst, die Dinge, mit denen du dich identifizierst." Denn ein Mensch mit mehr Geld könne mehr Gutes tun. Es ist eine Entscheidung, wie Jay Z weiß: "Wieder gilt: Wir leben in der realen Welt. Du kannst realistisch oder idealistisch sein. Das ist das System, das wir haben. Und was wirst du mit dem System, das wir haben, tun?"


