Leichter Gegenwind für asiatische Börsen: Shutdown und Feiertage hinterlassen Spuren
Die wichtigsten Börsenplätze Asiens setzten ihre vorsichtige Kursentwicklung fort. In China blieben die Finanzmärkte zu Beginn der Goldenen Woche geschlossen, was sich bis in die kommenden Tage fortsetzen wird und das Handelsgeschehen in der asiatisch-pazifischen Region spürbar dämpfen dürfte.
Unerwartet erhöhte Nervosität brachte der bereits eingetretene Shutdown in den USA mit sich. Laut dem Wirtschaftsexperten Thomas Gitzel von der VP Bank könnten die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Behördenstillstands, einmal von kurzer Dauer, diesmal durchaus gravierender sein. US-Präsident Donald Trump erwägt, den Regierungsstopp zur langfristigen Reduzierung der Verwaltung zu nutzen. Der fehlende Konsens zwischen Republikanern und Demokraten birgt darüber hinaus das Risiko, dass der Stillstand länger als üblich anhalten könnte.
Druck auf die Märkte kam auch von erwarteten US-Konjunkturdaten, darunter der ISM-Einkaufsmanagerindex zum Verarbeitenden Gewerbe sowie Arbeitsmarktdaten von ADP. Laut der Landesbank Baden-Württemberg werfen diese Daten regelmäßig ein Licht auf den kurz darauf veröffentlichten offiziellen Arbeitsmarktbericht der USA, der jedoch angesichts des Shutdowns auf unbestimmte Zeit verschoben werden könnte.
Während der japanische Nikkei-225 mit einem Rückgang von 0,85 Prozent auf 44.550,85 Punkte schwächer schloss, verwiesen Analysten der Deutschen Bank auf Befürchtungen steigender Zinsen als Belastungsfaktor. Der australische S&P/ASX 200 stagnierte nach den Verlusten des Vortages. Hier waren es die geldpolitischen Signale der Notenbank, die das Geschehen bremsten. Die Marktteilnehmer haben bisher erwartete Zinssenkungen teilweise ausgepreist und rechnen mit einer nächsten Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte nun nicht vor März 2026.

