Laumann bezieht Stellung: Deutsche Arbeitsmoral bleibt ein Garant für Wohlstand
In einer hitzigen Diskussion um die Arbeitsmoral in Deutschland setzt Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ein klares Zeichen gegen die Vorurteile, die deutsche Arbeitnehmerschaft sei träge. Entgegen dieser Behauptung unterstreicht der CDU-Vize im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) die nach wie vor hohe Arbeitsmotivation der Deutschen und verweist auf die signifikante Erwerbsquote des Landes. Laumann hebt hervor, dass dieser Fleiß ein wesentlicher Baustein des nationalen Wohlstands sei und gleichzeitig Verständnis für eine generell hohe Teilzeitquote bestehe.
In den Reihen der Union, inklusive Kanzler Friedrich Merz, gibt es seit geraumer Zeit Forderungen, die eine stärkere Arbeitsmoral anmahnen. Dabei sorgt insbesondere der Begriff „Lifestyle-Teilzeit“ für Zündstoff, wenngleich dieser Vorstoß innerhalb der CDU-Spitze nicht überall Zuspruch findet und auf dem Parteitag im Februar vermutlich durchfallen wird. Laumann selbst steht dem Antrag ablehnend gegenüber.
Der Minister betont, dass die Politik wichtigere Herausforderungen zu meistern habe, als die Brauchbarkeit des Rechts auf Teilzeitarbeit zu hinterfragen. Er plädiert dafür, dass Menschen die Freiheit besitzen sollten, über ihre Arbeitszeit selbst zu entscheiden, solange dies nicht zu Lasten des Staates gehe. Laumann relativiert die Diskussion um die „Lifestyle-Teilzeit“ und verweist darauf, dass solche Entscheidungen meist aus familiären Notwendigkeiten, wie der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen, getroffen würden. Abschließend plädiert er für mehr Sensibilität und angemessene Wortwahl in der Debatte.

