Langjähriger ACS-Manager Verdes wird neuer Hochtief-Chef
Verdes übernimmt den Posten von Frank Stieler, der am Samstag überraschend das Handtuch geworfen hatte. Zugleich hatte auch Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Wennemer seinen Abschied zum Ende des Jahres angekündigt. Sein Nachfolger wird Thomas Eichelmann.
Der spanische Baukonzern ACS, der etwas über 54 Prozent an Hochtief hält, verstärkt damit seine Macht bei dem MDAX-Konzern. Verdes, der zuvor im Hochtief-Vorstand das Amerika-Geschäft verantwortet hat, gilt als enger Vertrauter von ACS-Chef Florentino Perez.
Der Aufsichtsrat trat zudem Spekulationen entgegen, Hochtief stünde vor einer Zerschlagung. Zwar würde das Gremium zusammen mit dem Vorstand innerhalb der kommenden drei bis vier Monate die Strategie für den Konzern weiterentwickeln. Eine Zerschlagung oder eine Filetierung sei jedoch kein Element davon.
Marktbeobachter befürchteten im Vorfeld, die Rochade im Hochtief-Management könnte der Auftakt für einen tiefgreifenden Umbau bei Hochtief sein. Die hochverschuldeten Spanier benötigen dringend Geld. Analysten halten es für möglich, dass ACS versucht, Zugriff auf die Kasse von Hochtief zu bekommen. Auch ein Verkauf von Hochtief-Vermögensteilen sahen sie als wahrscheinlich an.
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