Landesbank Baden-Württemberg trotzt Widrigkeiten mit robustem operativem Ergebnis
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verzeichnete im ersten Halbjahr eine moderate Einbuße im Konzernergebnis. Der Gewinn schrumpfte um sechs Prozent auf 477 Millionen Euro, was auf die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen zurückzuführen ist. Trotz dieses Rückgangs zeigt sich die LBBW solide und optimistisch.
Die Landesbank konnte ihr operatives Ergebnis vor Steuern um erfreuliche vier Prozent auf 759 Millionen Euro steigern, ungeachtet der Kosten für die Integration der 2022 übernommenen Berlin Hyp. Diese Zür Übernahme hat die gewerbliche Immobilienfinanzierung der Bank signifikant gebündelt. Auch unter Einrechnung der Integrationseffekte beläuft sich das Vorsteuerergebnis auf 705 Millionen Euro, womit es nahezu auf dem Niveau des Vorjahres bleibt.
Nicht zuletzt aufgrund der stabilen strategischen Ausrichtung wiederholte CEO Rainer Neske seine ambitionierte Prognose für 2025, ein Vorsteuerergebnis von über einer Milliarde Euro zu erzielen. Alle vier Kundensegmente der LBBW verzeichneten erfreuliche Gewinnsteigerungen und generierten jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag.
Während der wirtschaftliche Ausblick weiterhin durch Volatilität geprägt ist, konnte die LBBW ihre Risikovorsorge auf 107 Millionen Euro reduzieren, verglichen mit 118 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Immobiliengeschäft sowie vereinzelt auf Unternehmenskredite zurückzuführen, wobei der Anteil notleidender Kredite mit 0,6 Prozent weiterhin niedrig bleibt.
Die Bank beschäftigt zum Halbjahresende 10.787 Menschen und ist sich, so Neske, der unsicheren Rahmenbedingungen im Kontext der Realwirtschaft und Finanzmärkte bewusst. Er fordert verlässlichere Strukturen und Reformen in Deutschland, um den Unternehmen Stabilität zu bieten.

