Lagarde warnt eindringlich vor Handelskrieg mit den USA
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, äußerte deutliche Bedenken hinsichtlich der eskalierenden Handelsstreitigkeiten, die von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufen wurden. Laut Lagarde könnten Handelskriege, die den globalen Handel empfindlich beeinträchtigen, schwerwiegende Konsequenzen für das Weltwirtschaftswachstum und die Preisstabilität nach sich ziehen.
Lagarde betonte, dass Trumps inkonsistente Zollpolitik, die durch abwechselnd eingeführte und zurückgenommene Zölle gekennzeichnet ist, ein erhebliches Maß an Unsicherheit erzeugt habe, das seit Langem seinesgleichen suche. Diese Unsicherheiten fordern die europäische Zentralbank dazu auf, äußerst wachsam zu sein, so die Notenbankchefin weiter.
Seit dem Amtsantritt von Trump im Januar wurden mehrfach Zölle angekündigt und teilweise umgesetzt. Besonders besorgniserregend für die internationale Gemeinschaft ist seine jüngste Drohung, Zölle von bis zu 200 Prozent auf Wein, Champagner und weitere alkoholische Getränke aus der EU zu erheben.
Lagarde stellte klar, dass ein weltweit ausufernder Handelskrieg zwangsläufig allen beteiligten Volkswirtschaften Schaden zufügen werde—aussichtslos, wie die Geschichte zeigt.

