Euro bleibt stabil vor US-Arbeitsmarktbericht: Anleger in Wartestellung

Die europäische Gemeinschaftswährung hat vor der erwarteten Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts gegenüber dem US-Dollar leicht an Wert gewonnen. Jedoch bleibt die Veränderung marginal, sodass der Euro weiterhin unter seinem Hoch vom Vortag notiert. Investoren beobachten gespannt die bevorstehenden Daten, die ihnen Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed liefern könnten. Am Morgen zeigte sich der Wechselkurs mit 1,1916 Dollar je Euro. Zu Wochenbeginn profitierte die Gemeinschaftswährung von starken Konjunkturdaten aus der Eurozone, verharrt jedoch seither größtenteils in einer Seitwärtsbewegung.
Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank äußerte in ihrem Morgenkommentar, dass der lange erwartete US-Arbeitsmarktbericht endlich erscheinen werde. Sie hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass dieser zu signifikanten Bewegungen beim US-Dollar führen wird, da die Daten nur im Rahmen der Erwartungen ausfallen dürften. Mit voraussichtlich rund 70.000 neu geschaffenen Stellen und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent, seien die Auswirkungen der US-Einwanderungspolitik unter Präsident Trump zu beachten, welche den Bedarf an neuen Stellen mindere, um die Arbeitslosenquote stabil zu halten.
Gleichzeitig rücken Fragen zur zukünftigen Geldpolitik des designierten Fed-Chefs Kevin Warsh in den Fokus. Trotz anfänglicher Erleichterung über seine Nominierung, bleibt unklar, ob er möglicherweise eine lockerere Geldpolitik forcieren könnte und ob er dem Druck von Präsident Donald Trump nachgeben wird. Ebenso wird spekuliert, ob der geldpolitische Ausschuss der Fed standhaft bleibt oder eventuell ebenfalls einlenkt. Diese Fragestellungen könnten in naher Zukunft selbst die wichtigsten Wirtschaftsdaten überschatten.

