KWS Saat: Erfolgreicher Start ins Geschäftsjahr dank Spartenverkauf
Der renommierte Saatguthersteller KWS Saat hat das erste Quartal seines Geschäftsjahres mit einer deutlichen Reduzierung seines Verlusts abgeschlossen. Dank eines strategischen Verkaufs konnte das Unternehmen einen Verlust von nur knapp 10 Millionen Euro verbuchen, verglichen mit einem Minus von 41 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser positive Trend wurde an der Börse sofort honoriert: Die KWS-Aktie verzeichnete einen Zuwachs von über drei Prozent und kletterte auf 66 Euro. Im laufenden Jahr stieg der Kurs bereits um rund 12 Prozent.
Branchenanalyst Oliver Schwarz vom Analysehaus Warburg Research hatte auf die neuen Zahlen unverzüglich reagiert, zeigte sich aber unbeeindruckt. Er bleibt optimistisch und hält an seiner Empfehlung 'Buy' fest mit einem Kursziel von 86 Euro. Besonders positiv wirkte sich der Verkauf des nordamerikanischen Maisgeschäfts aus, der einen Ertrag von etwa 30 Millionen Euro einbrachte und zu einem Ebitda-Gewinn von fast fünf Millionen Euro führte. Dies stellte eine bemerkenswerte Wende dar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Verlust von 10 Millionen Euro verzeichnet wurde.
Jedoch sank der Umsatz um acht Prozent auf 228 Millionen Euro, was auf verzögerte Zuckerrüben-Verkäufe zurückzuführen ist. Finanzvorstand Jörn Andreas äußerte, dass das Marktumfeld weiterhin durch niedrige Agrarrohstoffpreise belastet sei, die die Kundschaft verunsicherten. Dennoch hält die Unternehmensführung an ihrer optimistischen Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest, mit einem erwarteten Umsatzzuwachs von drei Prozent auf vergleichbarer Basis. Dies soll innerhalb des mittelfristigen Ziels der Firma bleiben, obwohl mit einem Rückgang im Russland-Geschäft gerechnet wird.
Der Konzern plant, 19 bis 21 Prozent seines gesamten Erlösses als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu erzielen, wobei Sondereffekte aus dem Verkauf des nordamerikanischen Lizenzrechts ausgeklammert sind.

