Kurswellen an der Wall Street: Tech-Werte zwischen Höhenflug und Bedenken
Der Börsenschluss am Freitag in New York gestaltete sich weniger positiv als erwartet, trotz eines anfänglichen Rekordhochs im S&P 500 Index. Dieser sank schließlich um 0,63 Prozent und beendete den Handelstag bei 6.461,24 Punkten. Auch der Dow Jones Industrial Average verlor an Schwung und rutschte um 0,72 Prozent auf 45.294,41 Punkte ab. Lediglich der Nasdaq 100 konnte sich anfangs deutlicher steigern, bevor auch er um 0,23 Prozent auf 23.578,45 Punkte fiel.
Getragen von Gewinnen bei Broadcom und Tesla, zeigte sich der technologielastige Nasdaq 100 anfangs stabiler. Doch Verlierer wie AMD und Nvidia belasteten den Index spürbar. Bremsend wirkte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht, der nicht nur die Hoffnung auf eine Leitzinssenkung im September durch die US-Notenbank Fed befeuerte, sondern auch Konjunktursorgen schürte.
Mit einem beeindruckenden Kursplus von 10,6 Prozent führte Broadcom die Gewinnerliste im Nasdaq 100 an. Das Unternehmen überraschte mit starken Geschäftszahlen dank der Nachfrage nach AI-Lösungen. In deren Fahrwasser legten auch Micron Technology und ASML deutlich zu. Nvidia und AMD hingegen litten unter der Befürchtung, Marktanteile an Broadcom zu verlieren und verloren um 3,2 bzw. 6,4 Prozent.
Einen regelrechten Kurssprung um 8 Prozent vollführten die Aktien von Biontech. Ein vielversprechender Erfolg einer experimentellen Brustkrebs-Therapie des Unternehmens belebt die Hoffnungen der Investoren.
Unter den Gewinnern fand sich auch Tesla, dessen Aktien um 3,3 Prozent stiegen. Das Unternehmen präsentierte eine außergewöhnliche Vergütungsvereinbarung für Elon Musk im Wert von bis zu einer Billion US-Dollar. Analysten sehen darin ein Symbol für das gewaltige Wachstumspotenzial des Elektroautobauers, während die Aktionäre im November über die Vereinbarung abstimmen sollen.
Demgegenüber stand eine besorgniserregende Nachricht aus der Bekleidungsbranche: Lululemon verkündete die Kürzung seiner Geschäftsziele, was den Aktienkurs des Unternehmens um etwa 18 Prozent einbrechen ließ. Dies wirkte sich auch negativ auf Nike aus, dessen Aktienkurs um 2 Prozent nachgab.

