Kursrückgang bei Lululemon belastet nicht Puma und Adidas
Die jüngsten Nachrichten über drastische Kursverluste beim Sportartikelhersteller Lululemon haben sich am Freitag erfreulicherweise nicht auf die deutschen Wettbewerber Adidas und Puma ausgewirkt. Während Adidas nach anfänglichem Zögern mit einem Plus von 0,8 Prozent glänzen konnte, stieg der Puma-Kurs leicht um 0,4 Prozent.
Lululemon musste im US-Vorbörsenhandel einen Kursrutsch von 17 Prozent in Kauf nehmen, ausgelöst durch enttäuschende Quartalszahlen. Ein Händler kommentierte, dass der in den USA ansässige Yoga-Spezialist nun schon das dritte Quartal in Folge mit Ernüchterung bei den Anlegern abgeschlossen habe. Hingegen ließ die Performance von Adidas darauf schließen, dass die Probleme von Lululemon primär unternehmensintern sind. Der ebenfalls amerikanische Konkurrent Nike zeigte vorbörslich ebenfalls eine schwache Tendenz.
Lululemons Reduzierung des Geschäftsausblicks spiegelt die Herausforderungen wider, die das Unternehmen momentan im Konsumklima sowie bei der Bewältigung der Zollkosten hat. Matthew Boss von JPMorgan bemerkte, dass das Umsatzwachstum deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Gleichzeitig machte Analyst Randal Konik von Jefferies darauf aufmerksam, dass seine Prognosen weiterhin unter dem Marktkonsens liegen. Der US-Markt, einst ein Wachstumsmotor für Lululemon, kühle merklich ab und hohe Lagerbestände sowie Zölle blieben große Herausforderungen.
Jay Sole von der UBS kritisierte die Entwicklung von Lululemon als noch schlechter als gedacht, wobei er angesichts sinkender Gewinnerwartungen keine Kaufgelegenheit sieht. 'Eine Überarbeitung der Geschäftsmodelle benötigt Zeit', führte der Experte an und warnte davor, dass etwaige Fehltritte die Markterwartungen weiter drücken könnten.

