Kryptowährungs-Crash: Drakonische Strafe für Do Kwon

Do Kwon, der Unternehmer hinter dem zusammengebrochenene Kryptowährungssystem Terra-Luna, steht nun vor einer 15-jährigen Gefängnisstrafe. Diese Entscheidung traf der New Yorker Richter Paul Engelmayer, der in seinem Urteil von einem Betrug 'epischen Ausmaßes' sprach. Die Strafe fällt härter aus als von der Staatsanwaltschaft gefordert, die lediglich zwölf Jahre beantragt hatte. Der spektakuläre Kollaps von Terra und Luna im Mai 2022 ließ Tausende Anleger im Regen stehen. Kwon, der für seine Verschleierungsversuche finanzieller Probleme bei Terraform Labs bekannt wurde, musste schließlich eingestehen, dass die Sicherheit seines Systems nur Schein war.
Auch US-Investoren blieben vom Schaden nicht verschont, während die Pleite des Systems eine verheerende Kettenreaktion im Bereich der Digitalwährungen auslöste. Brisant: Die Anklage führte an, dass dieser Zusammenbruch indirekt auch zum Fall der Kryptowährungsbörse FTX beitrug, deren Gründer Sam Bankman-Fried derzeit eine 25-jährige Haftstrafe absitzt. Kwon entschuldigte sich zwar bei den Geschädigten, doch die Verhaftung des Unternehmers zusammen mit seinem Partner Hon Chand Yun in Montenegro und der darauffolgende Auslieferungsprozess machten die nationale und internationale Aufmerksamkeit unvermeidbar.
Präsident Donald Trump hatte unterdessen in vergangenen Jahren eine liberalere Politik gegenüber Digitalwährungen eingeschlagen. Bemerkenswert war zudem die Begnadigung von Changpeng Zhao, dem Gründer von Binance, der nach seiner Haftentlassung nun die Möglichkeit hat, erneut im Kryptowährungssektor tätig zu werden.

