Kritik an Wegner nach Kryptischem Blackout-Tennis
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sieht sich erneut mit scharfer Kritik konfrontiert, nachdem er seine bemühte Transparenz bezüglich des Blackouts am 3. Januar kassierte. In einer Ansprache im Abgeordnetenhaus gestand der CDU-Politiker selbstkritisch ein, dass er rückblickend prompter über sein einstündiges Tennismatch hätte berichten sollen. Sein Hauptaugenmerk habe jedoch darauf gelegen, den Strom für die Berliner Bevölkerung schnellstmöglich wiederherzustellen.
Der Unmut gegen Wegner entfachte sich daran, dass er am Beginn des Stromausfalls Tennis spielte, ohne dies in seiner Krisenkommunikation einzugestehen. An einem Sonntag, dem zweiten Blackout-Tag, entstand bei einem Presstermin der Eindruck, dass er durchgehend im Homeoffice mit der Koordination von Hilfsmaßnahmen betraut gewesen sei.
Ein Eingeständnis seiner Tennispause folgte erst Tage später und brachte ihm den Vorwurf der Unehrlichkeit ein, garniert mit Rücktrittsforderungen insbesondere von der AfD.
Der umfassende Stromausfall, ausgelöst durch einen mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, ließ bis zu 100.000 Berliner ohne Elektrizität. Seit dem 7. Januar ist die Versorgung wieder vollständig hergestellt.

