Kritik an neuer Elektroförderung: Dudenhöffer warnt vor Steuergeldverschwendung
In einer aktuellen Studie zieht der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer die neue Elektroförderungspolitik der Bundesregierung deutlich in Zweifel. Er beschreibt das Programm als unnötige, steuerfinanzierte Ausgabe, die der Markt nicht benötige. Seiner Ansicht nach könnte man die Strategie auch als Missbrauch von Steuergeldern interpretieren, was er in seiner neuesten Analyse, die der dpa vorab bekannt gegeben wurde, klar zum Ausdruck bringt.
Dudenhöffer kritisiert insbesondere die zu niedrig angesetzten Einkommensgrenzen für die maximale Förderfähigkeit. Er argumentiert, dass Familien mit einem Jahreseinkommen von 45.000 Euro oder weniger überwiegend auf Gebrauchtwagen zurückgreifen und in städtischen Gebieten oft keine Möglichkeit haben, private Ladestationen zu installieren. Diese Situation sorge für Spannung, ob die Prämie den Anteil preisgünstiger Importe - insbesondere aus China - antreiben werde. Das Umweltministerium habe durch die neue Förderprämie die Grundlage dafür gelegt. Deutsche Premiummarken wie Audi, BMW, Mercedes und Porsche, deren Modelle meist im oberen Preissegment liegen, könnten dem nur zusehen, so Dudenhöffer weiter. Er bezweifelt, dass die Prämie zur Stabilisierung der Arbeitsplätze in der hiesigen Autoindustrie beitragen wird.
Im Januar haben sich die Sorgen über mögliche Auswirkungen auf die Rabatte für wichtige Automodelle als unbegründet erwiesen. Trotz Spekulationen, dass Hersteller bei staatlichen Zuschüssen ihre Rabatte zurückfahren könnten, beobachtete Dudenhöffer im Gegenteil einen leichten Anstieg der Rabatte auf Elektroautos, die im vergangenen Monat durchschnittlich bei 19,5 Prozent lagen. Obwohl er einige Lockangebote auf dem Markt identifizieren konnte, sieht er keine wesentlichen systematischen Veränderungen durch die Prämienankündigung.

