Kretschmer unterstützt Frei: Flexibilität statt starrer Koalitionsvertrag

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich mit Nachdruck hinter die jüngsten Ausführungen von Kanzleramtschef Thorsten Frei gestellt, die auf eine Abweichung vom bestehenden Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD im Bund abzielen. Laut Kretschmer verkündet Frei damit eine Offensichtlichkeit, denn er betont gegenüber der Funke Mediengruppe, dass die sich schnell wandelnden Gegebenheiten nicht in gänzlichem Umfang im aktuellen Koalitionsvertrag abgebildet werden konnten.
Für Kretschmer ist wirtschaftliches Wachstum von oberster Bedeutung. Er macht deutlich, dass die Senkung der Produktionskosten und eine gesteigerte Produktivität erforderlich seien und unterstreicht: "Ein funktionierender Sozialstaat baut auf wirtschaftlichem Wachstum auf."
Thorsten Frei, angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen zur flexibleren Handhabung des Koalitionsvertrags aufrufend, stellte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland klar, dass bereits einige Rahmenbedingungen von der Koalition in Arbeit sind. Gleichzeitig kritisierte er die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP dafür, dass sie ungeachtet der krisenhaften Entwicklungen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unverändert an ihrem Koalitionsvertrag festhält, und mahnt zu einer flexibleren Vorgehensweise bei anhaltenden wirtschaftlichen Problemen.

