Kraftprobe am Himmel: Verdi ruft zum Streik am DHL-Drehkreuz Leipzig auf
In einem entschlossenen Schritt hat die Gewerkschaft Verdi die Belegschaft des DHL-Frachtdrehkreuzes am Flughafen Leipzig zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen. Mehrheitlich hatten sich die Mitarbeiter für eine kurzfristige Arbeitsniederlegung ab der Nachtschicht am Mittwoch entschieden, wie ein Sprecher der Gewerkschaft mitteilte. Der Ausstand soll mindestens bis in die frühen Stunden des Freitags andauern.
Vor dem Streikbeginn soll es Verhandlungen über Notdienste geben, um sicherzustellen, dass notwendige Transporte von Blutkonserven und medizinischen Produkten gewährleistet sind. Der Leipziger DHL-Hub wird vom Konzern als das zentrale Drehkreuz im globalen Luftfrachtnetzwerk angesehen.
Unterdessen bezeichnete DHL die von Verdi geforderten Lohnerhöhungen von zwölf Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr als 'völlig unrealistisch'. Die bisherige Verhandlungsrunde blieb ohne Ergebnis, und die dritte Runde ist für die kommende Woche anberaumt. Der Konzern betonte, der finanzielle Handlungsspielraum sei durch die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland und die volatile globale Situation stark eingeschränkt.
DHL arbeitet derweil intensiv daran, die Folgen des Streiks möglichst gering zu halten. Die internationale Expressfracht am Standort Leipzig ist betroffen, während nationale DHL-Paketdienste unberührt bleiben.

