Kostenexplosion bei H-1B-Visa bedroht US-Tech-Sektor
Die von der Trump-Administration vorgeschlagene Gebührenerhöhung auf 100.000 US-Dollar für neue H-1B-Visa könnte den Technologie-Sektor der USA erheblich beeinträchtigen. Da viele dieser Visa zur Anwerbung hochqualifizierter Fachkräfte aus Indien und China verwendet werden, könnte die Gebühr sowohl etablierte als auch aufstrebende Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Besonders betroffen sind große Technologiekonzerne und Finanzdienstleister, die auf internationale Talente angewiesen sind.
Analysten warnen vor drastischen Konsequenzen: Die Erhöhung der Gebühren könnte nicht nur enorme finanzielle Belastungen für Unternehmen wie Amazon, Google und Meta bedeuten, sondern auch Innovationen hemmen und kleinere Unternehmen um dringend benötigte Talente bringen. Möglicherweise könnte dadurch sogar ein Trend ausgelöst werden, Forschungs- und Entwicklungszentren in Städte wie Toronto, London oder Bangalore zu verlagern.
Darüber hinaus könnte der Druck steigen, lokale Fachkräfte einzustellen, was in Kombination mit der steigenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz die Gehaltsspannen beeinflussen könnte. Analysten erwarten, dass die US-Tech-Branche aktiv an die Regierung appellieren wird, um die Auswirkungen abzumildern.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die US-Technologieunternehmen anpassen werden, insbesondere da 70 bis 80 Prozent der IT-Dienstleistungen derzeit offshore erbracht werden. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass dieser Anteil auf bis zu 90 Prozent steigen könnte, sollte die neue Politik bestehen bleiben.
Zum anderen besteht die Gefahr eines "Brain Drains", da internationale Talente möglicherweise dazu gezwungen werden, das Land zu verlassen. Ob die angekündigten Maßnahmen tatsächlich zu einer verstärkten Einstellung von US-amerikanischen Absolventen führen werden, ist ebenfalls fraglich. Die Anpassung an die neue Gebührenstruktur erfordert jedenfalls eine umfassende Neuausrichtung der Personalstrategien im Tech-Sektor.

