Kontroverse um Googles KI-Nutzung: EU prüft Wettbewerbsverstöße
Die Europäische Kommission hat eine Untersuchung gegen den US-Technologiekonzern Google eingeleitet. Der Vorwurf: Die unrechtmäßige Verwendung von Online-Inhalten Dritter zur Schulung ihrer Künstlichen Intelligenz. In den Fokus der Ermittlungen rückt die Frage, ob Urheber angemessen kompensiert werden und ob Google seine Marktmacht missbraucht, um unfaire Bedingungen im Wettbewerb zu schaffen.
Teresa Ribera, die Vizepräsidentin der Kommission, unterstrich die Bedeutung einer freien und demokratischen Medienlandschaft, die auf Vielfalt und Innovation baut, ohne dabei die fundamentalen europäischen Werte zu gefährden. Die Brüsseler Behörde hat Zweifel, ob Google den Verlagen und Urhebern faire Bedingungen bietet und gleichzeitig konkurrierende KI-Entwickler benachteiligt.
Google antwortete prompt: Ein Unternehmenssprecher kritisierte die Ermittlungen und warnte vor einer Innovationsbremse in einem intensiven Marktumfeld. Der Konzern betonte, mit der Medien- und Kreativbranche im harmonischen Übergang ins KI-Zeitalter kooperieren zu wollen.
In einem zeitgleich angestoßenen Wettstreit der Wettbewershüter untersuchen die Europäer, ob Google die Inhalte von Online-Publishern für ihre KI-Modelle nutzen darf, ohne den Verlagen eine wirksame Widerspruchsmöglichkeit zu bieten. Der wesentliche Antrieb vieler Anbieter, sichtbar zu bleiben, ist es, über die Google-Suche Nutzer auf ihre Webseiten zu leiten – ein Risiko, das sie nicht gern eingehen.
Diese neuen Entwicklungen reihen sich in eine Serie von Untersuchungen der EU gegen führende US-Technologiefirmen ein. So wurde kürzlich eine Strafe gegen Elon Musks Plattform X verhängt und auch gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta laufen Verfahren. Es bleibt abzuwarten, wie lange die aktuelle Untersuchung gegen Google andauert und welche Konsequenzen sich daraus ergeben werden.

