Kontron-Aktien im Abwärtsstrudel trotz Kooperation mit Qualcomm
Trotz einer angekündigten Zusammenarbeit mit dem Chipriesen Qualcomm konnten sich die Aktien von Kontron dem negativen Markttrend nicht entziehen. Ein anfänglicher Pluspunkt zu Handelsbeginn wandelte sich bis zum Ende des Tages in einen Kursverlust von 2,7 Prozent. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die gemeinsame Entwicklung eines 5G-Modems zur Weiterentwicklung des mobilen Kommunikationssystems FRMCS, ein Standard für Schienenverkehrssysteme, der auf der 5G-Technologie basiert.
Die Bahninfrastruktur hat für Kontron-Anleger bereits seit geraumer Zeit eine zentrale Bedeutung. Ein Highlight war Mitte Juli, als das Unternehmen einen bedeutenden Dienstleistungsauftrag in Millionenhöhe von der französischen Bahn erhielt. Dieser Vertrag ist darauf ausgelegt, die fortschreitende Evolution des Kommunikationssystems zu FRMCS sicherzustellen.
Auch wenn die Kontron-Wertpapiere durch die erwarteten Investitionen in Deutschlands Rüstungs- und Infrastruktursektor weiterhin Auftrieb erhalten, zeigt sich derzeit eine Eintrübung des charttechnischen Bildes. Der Kurs rutschte am Dienstag signifikant unter die 100-Tage-Linie, die als ein Indikator für langfristige Trends gilt. Kontron selbst betont die Stärke seiner Position als Marktführer, indem es bereits über die Hälfte der europäischen Hochgeschwindigkeitszüge vernetzt. Diese Vernetzung trägt dazu bei, die Gleisauslastung effizient zu erhöhen. Mit dem geplanten Start von FRMCS im Jahr 2026 sieht sich das Unternehmen optimal positioniert, um von zukünftigen Infrastrukturinvestitionen zu profitieren.

