Konjunktur im Fokus: US-Goldzölle, deutsche Wirtschaftsherausforderungen und Exportstopps
Die USA haben neue Einfuhrzölle auf Gold verhängt, mit Schwerpunkt auf Schweizer Goldlieferungen, wie die Zollbehörde Customs Border Protection Agency bekanntgab. Betroffen sind Goldbarren mit einem Gewicht von einem Kilo und 100 Unzen, was den Goldpreis in New York steigen ließ. Unterdessen warnen Wirtschaftsberater von Finanzminister Lars Klingbeil in Deutschland vor der Lockerung der Schuldenbremse. Angesichts der kürzlich genehmigten Milliardenkredite sei es von essenzieller Bedeutung, die Neuverschuldung wirkungsvoll zu begrenzen. Der wissenschaftliche Beirat betonte die Wichtigkeit eines stabilen fiskalischen Rahmens. Die deutsche Wirtschaft kämpft weiterhin mit schwachen Aufträgen. Laut dem Münchner Ifo-Institut fehlen mehr als einem Drittel der Unternehmen feste Zusagen. Zwar ist der Anteil minimal gesunken, doch bleibt die Lage angespannt und bremst die Konjunkturerholung erheblich aus. Zudem steigt die Zahl der Rentenempfänger in Deutschland auf 22,3 Millionen an. Dies entspricht einem Plus von 0,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was zu Auszahlungen in Höhe von rund 403 Milliarden Euro führte – ein Anstieg von 5,7 Prozent. Die Bundesregierung hat Teilstopps der Rüstungsexporte nach Israel beschlossen, nachdem das israelische Sicherheitskabinett die Einnahme der Stadt Gaza angekündigt hatte. Kanzler Friedrich Merz erklärte, dass vorerst keine Güter exportiert werden, die im Gazastreifen genutzt werden könnten.

