Konflikt um venezolanische Ölexporte: Internationale Reaktionen

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Öltanker nach und aus Venezuela vollständig zu blockieren, trifft auf gemischte internationale Reaktionen. Trotz der angedrohten Blockade scheinen die venezolanischen Ölexporte unbeirrt weiterzulaufen, wie der staatliche Venezolanische Ölkonzern PDVSA berichtet. Nach deren Angaben operieren die Schifftanker weiterhin in legitimer Ausübung des Rechts auf freie Schifffahrt und Handel. Trumps Order hat eine vollständige Blockade aller sanktionierten Tanker ins Visier genommen.
In einem Gespräch mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi diskutierte der venezolanische Außenminister Yván Gil Bedrohungen für Venezuela und mögliche Risiken für die Region. China zeigte sich solidarisch und bekräftigte seine Unterstützung für Venezuela. Eine Botschaft von Präsident Nicolás Maduro an den chinesischen Staatschef Xi Jinping wurde übermittelt, jedoch ohne Details zum Inhalt preiszugeben.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief in einem Appell die Vereinten Nationen zu größerem Engagement auf, um eine Eskalation und Blutvergießen zu vermeiden. Sie äußerte Kritik an der bisherigen Untätigkeit der UN in dieser Angelegenheit und betonte Mexikos Missbilligung von ausländischer Einmischung in souveräne Angelegenheiten anderer Länder. UN-Generalsekretär António Guterres führte daraufhin ein Telefongespräch mit Maduro und machte erneut deutlich, dass jegliche Eskalation vermieden werden müsse, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten.
Auch die sozialistische Regierung Kubas äußerte sich kritisch zu Trumps Ankündigung. Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilt die geplante Blockade aufs Schärfste, und Außenminister Bruno Rodríguez beschuldigte die USA, die Aggression gegen Venezuela zu verschärfen. Caracas reagierte seinerseits entrüstet auf die US-Drohung, nannte sie einen "grotesken" Angriff und einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Die Regierung betonte ihre Absicht, gemäß der UN-Charta ihre Souveränität zu verteidigen und setzt dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung sowie des Militärs.

