Konflikt im Roten Meer: Huthi-Miliz meldet Raketenangriff auf US-Zerstörer
Die geopolitische Unruhe in Nahost nimmt keine Pause: Nach Bekanntgabe der Huthi-Miliz, einer militant-islamistischen Gruppierung im Jemen, wurde ein amerikanisches Kriegsschiff im Roten Meer ins Visier genommen. Über die soziale Plattform Telegram verkündete die Gruppe, den Zerstörer 'USS Greely' mit mehreren, eigens dafür ausgewählten Antischiffsraketen attackiert zu haben. Details über den Zeitpunkt der Offensive blieben jedoch von der Miliz ausgespart.
Das US-Militär hingegen merkte an, bereits am Vorabend eine Schiffsabwehrrakete der Huthi abgefangen und zerstört zu haben, die aus ihrem Territorium im Jemen gestartet worden sei. Die Mitteilung, geteilt über das Online-Portal X, enthüllte glücklicherweise weder Verletzte noch materielle Schäden infolge des Zwischenfalls.
Diese Ereignisse stehen im Schatten des derzeit tobenden Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Organisation Hamas. Dabei haben die Huthis verstärkt Angriffe gegen Schiffe durchgeführt, die sie mit Israel in Verbindung bringen und somit ihre Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck bringen wollen. Bedeutsam für die Weltwirtschaft ist dabei die Lage des Jemen; das Land grenzt an eine der vitalsten Schifffahrtsrouten an, die über den Suezkanal das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean verknüpft.
Als Antwort auf die wiederholten Schiffsangriffe haben die militärischen Kräfte der USA und Großbritanniens Vergeltungsaktionen durchgeführt und Ziele der Huthi-Miliz bombardiert, um die ohnehin strapazierten Nerven der maritimen Handelswege nicht weiter zu beleidigen. (eulerpool-AFX)

