Könnten XRP-ETFs bald wie Banken agieren? Ein Experte glaubt daran

Die Debatte im US-Senat über ein Gesetz namens Clarity Act hat die Diskussion über XRP und andere Krypto-Produkte neu entfacht, insbesondere wie diese unter US-amerikanischen Vorschriften behandelt werden könnten.
Berichten zufolge könnte das Gesetz den Status von Token, die US-gelistete ETFs unterstützen, klarer definieren und sie näher an eine Behandlung als Rohstoffe heranführen.
XRP-Spot-ETFs haben seit ihrem Start im November 2025 erhebliche Kapitalzuflüsse verzeichnet, die sich auf etwa $1,37 Milliarden belaufen. Diese Zahl verdeutlicht, warum Gesetzgeber und Marktbeobachter aufmerksam sind.
Funktionsweise
Die Erstellung und Rücknahme von ETFs kann „in kind“ erfolgen, was bedeutet, dass der Fonds das tatsächliche Asset anstelle von Bargeld akzeptieren kann.
Dieses Verfahren ist real, erlaubt es jedoch nicht gewöhnlichen Käufern, Token direkt in einen Fonds einzubringen. Autorisierte Teilnehmer – große Broker-Dealer und Market Maker – sind diejenigen, die Token an ETFs übergeben und im Gegenzug Anteile erhalten.
Privatanleger kaufen oder verkaufen ETF-Anteile an Börsen. Diese Lücke steht im Mittelpunkt der Debatte darüber, ob ein ETF jemals wie eine Bank funktionieren könnte.
Stimmen aus der Community
Laut Beiträgen von Mitgliedern der XRP-Community sehen einige eine Zukunft, in der ETFs als regulierter Parkplatz für Token-Inhaber fungieren.
Chad Steingraber hat sich zu den in-kind-Mechanismen geäußert und argumentiert, dass Investoren XRP gegen entsprechende ETF-Anteile tauschen und die Fonds als sichereren Ort zur Wertaufbewahrung nutzen könnten, bis sie die Token wieder bewegen müssen.
Diese Kommentare haben dazu beigetragen, die Idee zu verbreiten, dass ETFs auf eine bankähnliche Weise genutzt werden könnten.
Steuerliche Auswirkungen
Berichte und Investorenleitfäden zeigen, dass die Struktur von ETFs für die Besteuerung von Bedeutung ist. ETFs nutzen häufig in-kind-Erstellung und -Rücknahme, um routinemäßige Kapitalgewinnausschüttungen auf Fondsebene zu vermeiden, was ETFs in vielen Fällen steuerlich effizient macht.
Die steuerlichen Konsequenzen für Token-Inhaber hängen jedoch davon ab, wie Transaktionen durchgeführt werden und von der rechtlichen Struktur des Produkts.
Nach den aktuellen US-Vorschriften können Übertragungen, die die Form eines Vermögenswerts ändern, steuerpflichtige Ereignisse für die Person darstellen, die den Vermögenswert übergibt, und Ausschüttungen auf Fondsebene können dennoch Steuerrechnungen für Investoren erzeugen.
Chad Steingraber zufolge bietet die in-kind-Struktur XRP-Inhabern einen regulierten Ort, um ihre Token sicher zu parken, wenn sie Sicherheit und Aufsicht wünschen.
Investoren, so glaubt Steingraber, könnten ETFs bevorzugen, sobald der Clarity Act die Regeln klärt. Der Reiz liegt nicht in den technischen Schritten, sondern im Vertrauen, XRP in einem regulierten, organisierten Produkt zu halten. Für ihn bieten ETFs eine sicherere Möglichkeit, Token zu verwalten, während der Zugang zu ihnen bei Bedarf erhalten bleibt.

