Koalition einigt sich: Deutschlandticket bleibt – Preisanpassungen ab 2029 erwartet
Das deutschlandweit beliebte Deutschlandticket für Busse und Bahnen wird auch über das Jahresende hinaus Bestand haben. Bereits 2029 sollen allerdings die Ticketpreise angepasst werden, wie aus den jüngsten Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD hervorgeht. Geplant ist, den Anteil der Nutzer an der Finanzierung ab diesem Zeitpunkt "schrittweise und sozialverträglich" zu erhöhen.
Die Kostenverteilung für das Ticket soll nach einem festen Schema erfolgen, um sowohl den Fahrgästen als auch Bund und Ländern größtmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten. Zu Jahresbeginn wurde der Preis des Tickets für den bundesweiten Nahverkehr bereits von 49 Euro auf 58 Euro pro Monat angehoben, was einer Erhöhung von rund 18 Prozent entspricht.
Aktuell unterstützen Bund und Länder die Finanzierung, indem sie je 1,5 Milliarden Euro jährlich bereitstellen. Diese Mittel kompensieren Einnahmeverluste der Verkehrsbetriebe, da die meisten Pendler-Abonnements vorher deutlich teurer waren. Bislang ist die Bundesförderung jedoch nur bis zum Jahresende gesetzlich gesichert. Vor der Bundestagswahl herrschte seitens der Union Unklarheit über die Zukunft des Tickets.
Weiterhin sieht der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD eine neue gesetzliche Basis für die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie ein Modernisierungspaket vor. Dies soll den Status quo sichern, steigende Kosten kompensieren und Raum für neue Verkehrskonzepte schaffen.
In Bezug auf die Deutsche Bahn plant die zukünftige Koalition eine umfassende Reform. Insbesondere die Gleisnetz-Gesellschaft DB InfraGO soll innerhalb des Konzerns weiter entflochten werden. Außerdem ist eine Neubesetzung von Aufsichtsrat und Vorstand beim Mutterkonzern und bei der DB InfraGO vorgesehen. Ziel ist es, mehr Fachkompetenz zu integrieren und die Strukturen zu verschlanken. Das System der Trassenpreise soll ebenfalls einer Reform unterzogen werden.

