Knorr-Bremse steigert Umsatz und Gewinn - Aktie unbeeindruckt

Zudem stimmen die Aussichten auf die kommenden Monate optimistisch: Der Auftragseingang kletterte stärker als erwartet an. Der Zulieferer für die Schienen- und Nutzfahrzeugbranche verfügt nun über einen Rekordauftragsbestand.

Der Umsatz kletterte laut Knorr-Bremse-Mitteilung um 3,9 Prozent auf 1,692 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg um ein Zehntel auf 320,3 Millionen Euro, die Marge entsprechend auf 18,9 (Vorjahr: 17,8) Prozent. Das EBIT zog um 12,3 Prozent auf 251,6 Millionen. Das Nettoergebnis erhöhte sich auf 169,1 (134,4) Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie auf 1,05 (0,83) Euro. Der Auftragseingang stieg kräftig um 13,3 Prozent auf 1,799 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens mit 1,74 Milliarden Euro gerechnet.

Für das laufende Gesamtjahr rechnet der MDAX-Konzern weiterhin mit einem Umsatz zwischen 6,5 Miliarden bis 6,9 (6,16) Milliarden Euro. Die operative EBITDA-Marge soll zwischen 17,5 bis 19,0 (18,0) sowie die EBIT-Marge zwischen 13,0 bis 14,5 (13,2) Prozent liegen.

So reagiert die Knorr-Bremse-Aktie

Die jüngsten Geschäftszahlen von Knorr-Bremse haben am Freitag die Anleger des Lkw- und Zugbremsen-Herstellers etwas versöhnt. Die Aktien waren in einer ersten Reaktion um gut sieben Prozent nach oben geschnellt und hatten damit den höchsten Stand seit Anfang April dieses Jahres erreicht, bevor die Gewinne schnell wieder vollständig zusammenschmolzen. Aktuell notieren die Anteilsscheine via XETRA unbewegt bei 103,40 Euro.

Knorr-Bremse startete dank der Erholung auf den Nutzfahrzeugmärkten gut ins Jahr. Mit einem deutlichen Auftragsplus und einem unerwartet kräftigen Ergebnisanstieg sieht sich das Management für den Rest des Jahres gut gewappnet.

Börsianer fanden dazu überwiegend lobende Worte. Das erste Quartal habe einmal mehr von einer guten Geschäftsentwicklung gezeugt, schrieb etwa Analyst Mustafa Hidir von der Investmentbank Warburg Research. Die Auftragsschwäche im Zuggeschäft dürfte zeitlich begrenzt bleiben, der Lkw-Bereich mache sie aktuell ohnehin wett.

Ein Händler betonte die gute Profitabilität, auch der Auftragseingang sei etwas besser als gedacht. Investoren sollten aber darauf achten, warum der Konzern die Margenprognose nicht erhöht habe.

Vorstandschef Jan Mrosik sagte: "Wir beobachten aufmerksam die anhaltenden weltweiten Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie, zunehmende Engpässe bei der Versorgung mit Halbleitern und anderen kritischen Zulieferkomponenten sowie bei den weltweiten Logistiksystemen." Die bestätigte Prognose setze voraus, dass es keine weiteren Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie gebe. Zudem sollten Umsatzeinbußen in der Nutzfahrzeugsparte wegen der aktuellen Lieferengpässe von Elektronikkomponenten der Chipindustrie im Jahresverlauf weitgehend kompensiert werden können, hieß es.

An der Börse allerdings haben sich die Aktien von Knorr-Bremse seit Jahresbeginn nicht gut entwickelt. In diesem Zeitraum steht ein Minus von rund sechs Prozent zu Buche, während der MDAX um gut drei Prozent gestiegen ist.

Aus charttechnischer Sicht hat sich derweil das Bild durch die Kursgewinne an diesem Freitag aufgehellt. Inzwischen notieren die Papiere wieder über den 21- und den 50-Tage-Durchschnittslinien, die den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend abbilden. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine sogar die 200-Tage-Linie überwunden, die als Maß für die langfristige Entwicklung gilt.

FRANKFURT (Dow Jones) / (dpa-AFX)

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[finanzen.net] · 14.05.2021 · 16:46 Uhr
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