Klingbeils Sparpläne: Schwarze Null trifft rote Zahlen
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil macht keinen Hehl daraus, dass die schwarz-rote Koalition vor finanziell stürmischen Zeiten steht. Mit Blick auf den Haushalt 2027 kündigt er bereits jetzt umfassende Sparmaßnahmen an, die alle Ministerien vor Herausforderungen stellen werden.
Besonders sticht hervor, dass die finanziellen Weichen nicht erst 2027 neu gestellt werden sollen, sondern unverzüglich begonnen werden müsse, Einsparpotenziale ausfindig zu machen. Diese Ankündigung kam am Rande eines Besuchs in Vilnius, wo der SPD-Politiker die Dringlichkeit des Handelns unterstrich, um den erdrückenden Schuldenberg in den Jahren 2027 bis 2029 in den Griff zu bekommen.
Laut Angaben aus Regierungskreisen klafft in diesem Zeitraum eine finanzielle Lücke von rund 172 Milliarden Euro – ein deutlicher Weckruf an die Bundesregierung, die wirtschaftlichen Zügel anzuziehen. Den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 bringt Klingbeil noch diese Woche ins Kabinett ein.
Er betont, dass dieser Etat nach intensiven Verhandlungen solide durchfinanziert sei. Mit diesem Schritt sendet die Regierung das klare Signal aus, dass sie nicht nur auf kurzfristige Maßnahmen setzt, sondern auch den Etat 2025 bereits im September beschließen möchte.

