Klimmzug des Goldes: Ein wertvoller Höhenflug setzt neue Rekorde
Der Goldpreis hat einen neuen Rekord erreicht und sich am dritten Handelstag in Folge gesteigert. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Aussicht auf mögliche Zinssenkungen seitens der US-Notenbank Fed, wobei die Spekulationen auf eine beachtliche Reduktion um 50 Basispunkte zunehmen. Am Dienstag morgen verzeichnete der Goldpreis in London mit 3.659,36 US-Dollar pro Feinunze eine bisher ungesehene Höhe.
Auch in Euro erzielte das Edelmetall mit 3.107 Euro ein neues Hoch. Als Antwort auf geopolitische Spannungen und die protektionistische US-Zollpolitik greifen Anleger verstärkt auf Gold zurück.
Die anhaltende Ankaufswelle von Ländern wie Indien und China, kombiniert mit der Möglichkeit einer geldpolitischen Lockerung in den USA, verstärkt die Rallye. Vor einigen Wochen hat Fed-Chef Jerome Powell auf der Jackson Hole Konferenz ein klares Signal zur möglichen Zinssenkung gegeben, was die Nachfrage nach mit Gold hinterlegten ETFs spürbar ankurbelte.
Die einsetzende Schwäche des US-Dollars infolge der Zinsspekulationen trug zusätzlich zur Attraktivität des Goldes bei, da das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger wurde. Analysten der Investmentbank Goldman Sachs äußerten kürzlich die Erwartung, dass der Goldpreis, bei spezifischen Entwicklungen, die Marke von 5.000 Dollar erreichen könnte.
Ein solcher Preissprung wäre jedoch wahrscheinlich nur, wenn Zweifel an der Unabhängigkeit der Fed aufkämen, wie jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump vermuten lassen. Der Präsident hatte zuletzt durch Personalentscheidungen bei der Fed, inklusive der Entlassung von Gouverneurin Lisa Cook, Bedenken hinsichtlich der Zentralbankautonomie geweckt, was Cook nun juristisch anfechtet.

