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Klimarisiko-Index 2026: Entwicklungsländer sind am stärksten von extremen Wetterereignissen betroffen

11. November 2025, 23:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Der Klimarisiko-Index 2026 offenbart, dass Länder wie die Philippinen und Haiti wiederholt von schweren Stürmen heimgesucht werden. Diese Entwicklungen unterstreichen die dringenden Herausforderungen durch den Klimawandel.

Die vergangenen drei Jahrzehnte waren für die Entwicklungsländer von besonderer Härte geprägt, wie der kürzlich von Germanwatch veröffentlichte Klimarisiko-Index 2026 eindrucksvoll offenbart. Dieser Bericht, der anlässlich der derzeit stattfindenden UN-Klimakonferenz in Brasilien vorgestellt wurde, zeichnet ein bedrückendes Bild der Herausforderungen, denen sich Länder wie Haiti, die Philippinen und Indien gegenübersehen. Diese Nationen müssen immer wieder verheerende Naturkatastrophen erleiden, deren regelmäßige Wiederholung es ganzen Regionen immens erschwert, sich von den entstandenen Schäden zu erholen, wie Mitverfasserin Vera Künzel betont.

Besonders schwer haben es Nationen wie Dominica, Myanmar und die Philippinen getroffen, die allesamt in den Top Ten der am stärksten betroffenen Länder rangieren. Ein trauriges Beispiel dieses Trends ist der jüngst wütende Taifun "Kalmaegi", der die Philippinen heimsuchte, nur wenige Tage nachdem die Region bereits von einem weiteren Sturm getroffen wurde. Die Philippinen erleben im Jahr durchschnittlich rund 20 solcher extremen Wetterereignisse.

Weltweite Projektionen gehen von insgesamt 9.700 extremen Wetterereignissen mit etwa 830.000 Todesopfern seit Beginn der Erhebungen und inflationsbereinigten globalen Sachschäden in Höhe von 4,5 Billionen US-Dollar aus. Gerade Hitzewellen und Stürme stellen enorme Gefahren für das menschliche Leben dar, wie Co-Autorin Laura Schäfer erläutert. Dominica, ein kleiner Karibikstaat, wurde wiederholt von Wirbelstürmen schwer getroffen. Der Hurrikan Maria im Jahr 2017 verursachte etwa Schäden in der Größenordnung von 1,8 Milliarden US-Dollar.

Auch Myanmar zählt zu den stark betroffenen Regionen, wie der verheerende Zyklon Nargis im Jahr 2008 verdeutlichte, der fast 140.000 Menschenleben forderte. Angesichts dieser erheblichen Belastungen fordern gerade ärmere Staaten auf der Klimakonferenz verstärkte Unterstützung, um die Folgen des Klimawandels abmildern zu können. Der UN-Report zur sogenannten "Anpassungslücke" deutet darauf hin, dass Entwicklungsländer bis zum Jahr 2035 jährlich mindestens 310 Milliarden US-Dollar benötigen werden — eine Summe, die das Zwölffache der heute zur Verfügung stehenden internationalen Finanzmittel darstellt.

Die Auswirkungen des Klimawandels machen jedoch auch vor Industrieländern nicht Halt. Länder wie Frankreich, Italien, die USA und Deutschland spüren ebenfalls die Folgen. Deutschland verzeichnete allein in drei aufeinanderfolgenden heißen Sommern fast 24.000 Hitzetote. David Eckstein, ein weiterer Mitverfasser des Berichts, hebt hervor, dass die allgemeine Öffentlichkeit oft nicht ausreichend über die drohenden Gefahren informiert ist. Die Flutkatastrophen des Jahres 2021 fügten Westdeutschland erhebliche Schäden zu und verdeutlichen das enorme Ausmaß der Herausforderungen. Seit 1995 summieren sich die inflationsbereinigten Gesamtschäden in Deutschland auf knapp 130 Milliarden US-Dollar.

Finanzen / Grün / Klimawandel / Extremwetter / Entwicklungsländer
[InvestmentWeek] · 11.11.2025 · 23:00 Uhr
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