KLICK-Germany und Kunsthandwerkerportal kooperieren
Die beiden Portale verbindet ein Grundgedanke: "Wir unterstützen Menschen, die hier in Deutschland produzieren!"
05. Februar 2010, 09:00 Uhr · Quelle: LifePR
(lifepr) Berlin, 05.02.2010 - Das Kunsthandwerker-Portal und KLICK-Germany kooperieren seit Januar 2010. Jana Schütze, Geschäftsführerin von KLICK-Germany: "Uns verbindet der gleiche Grundgedanke: Wir wollen Menschen unterstützen, die hier in Deutschland produzieren. Die mit Freude, Erfahrung und Verantwortung schöne, hochwertige Produkte herstellen."
Das Kunsthandwerker-Portal ging schon 2001 online und hat sich mit mehr als 5000 Einträgen zu einem der umfangreichsten und besten Verzeichnisse im deutschsprachigen Raum entwickelt. "KLICK-Germany - Das große Kaufhaus der kleinen Hersteller" ist am 15. November 2007 gestartet. Im Shop von KLICK-Germany kann man die Produkte von mehr als 280 kleinen Manufakturen aus Deutschland kaufen, darunter Kunsthandwerker, Designer, Goldschmiede und andere Produzenten. Es sind professionelle Hersteller, die von ihrer Arbeit leben. Die Journalistin Jana Schütze und der Fotograf Andreas Krone erzählen die Geschichten der Menschen hinter den Produkten.
Die Kooperation beinhalten, das Hersteller von KLICK-Germany sich natürlich kostenlos im Kunsthandwerker-Portal eintragen können. Mit mehr als 1000 Besuchern täglich ist das Portal sehr beliebt. Kunsthandwerker oder Künstler vom Kunsthandwerker-Portal, die von ihrer Arbeit leben, sind eingeladen, sich um eine kostenlose Präsentation auf KLICK-Germany zu bewerben. Voraussetzungen für eine Aufnahme: Die Bewerber leben von ihrer Arbeit. Sie stellen Produkte her, die einzigartig sind und die hier in Deutschland produziert werden. KLICK-Germany entscheidet, ob der Hersteller aufgenommen wird. Jana Schütze von KLICK-Gemrany: "Bei einigen Herstellern werden wir mit Bessie, unserem rollenden Büro, vorbeifahren, werden in die Werkstatt schauen und sind gespannt auf die Geschichte der Menschen."
Um Näheres über die beiden Portale zu erfahren, beantworten die Geschäftsführerinnen jeweils zwei Fragen.
Iris Willecke, Gründerin des Kunsthandwerker-Portals:
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ich fertige selbst Kränze aus Naturmaterialien, floristische Dekorationsgegenstände und Foto-karten an. Diese wollte ich Anfang 2000 mit Patchworkartikeln meiner Mutter auf Kreativ- und Kunsthandwerkermärkten verkaufen. Wir wohnten noch nicht lange in Herford, ich kann-te keine regionalen Märkte und erst recht keine Veranstalter. Also habe ich im Internet nach Informationen gesucht, aber kaum etwas gefunden. Es gab so gut wie keine Seiten zum The-ma, weder gute Verzeichnisse, in denen sich Kunsthandwerker und Kreative präsentieren konnten, noch Terminkalender. So beschlossen mein Mann und ich, ein Portal rund ums Thema Kunsthandwerk ins Leben zu rufen. Mein Mann ist Geschäftsführer der "Willecke IT Beratung und Entwicklung", konnte somit die technische Umsetzung realisieren. Ich, die von Computern und Internet eigentlich keine Ahnung hatte, war für die inhaltliche Ausgestaltung zuständig. Ich schrieb Kunsthandwerker an. Nach einigen Monaten hatte ich schon 100 Ein-träge zusammen. Dass es einmal die heutige Größe annehmen würde, hätten wir beide nie ge-dacht. Heute haben wir mehr als 5000 Einträge. Der Veranstaltungskalender enthält die wichtigsten Märkte.
Sind Sie kompetent in Sachen Kunsthandwerk?
"Bin ich leider nicht. Ich bin allerdings in einer Familie groß geworden, in der (kunst)handwerklich hergestellte Artikel sehr geschätzt wurden. Daher habe ich wahrschein-lich schon früh meine Liebe zu den schönen Dingen, die das Kunsthandwerk zu bieten hat, entwickelt und bin selbst ein wenig kreativ geworden. Ich bin aber keinesfalls Fachfrau. Ich kann nur feststellen, ob mir etwas gefällt. Das sagt natürlich nichts über den künstlerischen Wert einer Arbeit aus. Deshalb dürfen sich auch in unserem Kunsthandwerker- und Künst-lerverzeichnis alle eintragen lassen, die sich selbst als Kunsthandwerker oder Künstler verste-hen und die in Handarbeit Gebrauchs- oder Dekorationsgegenstände herstellen. Ich selber kann und möchte nicht entscheiden, wo Kunsthandwerk anfängt, von welcher handwerkli-chen Tätigkeit oder Hobbybastelei es abzugrenzen ist. Am Anfang wollten manche der "ech-ten Profis" nicht mit den Hobbyisten zusammen in einem Verzeichnis geführt werden. Inzwi-schen gibt es eine gesunde Mischung in unserem Portal. Das finde ich gut so. Denn jeder soll bei uns das finden, wonach er sucht. Die Geschmäcker sind auf dieser Welt nun mal sehr ver-schieden."
Jana Schütze, Gründerin von KLICK-Germany Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
"Als Journalisten-Team arbeiten wir seit vielen Jahren für bekannte Frauenzeitschriften. And-reas Krone ist gelernter Fotograf, ich habe Journalistik studiert. Wir haben viele Porträts über Frauen produziert, die sich mit einer Idee selbständig gemacht haben. Wir waren begeistert vom Mut und den Ideen dieser Menschen. Doch alle erzählten das Gleiche: Ihre Produkte werden nicht nach dem Wert ihrer Arbeit gemessen, sondern nur am Preis. Diese "Geiz ist geil"-Mentalität, die Jagd nach billiger, billiger und noch billiger, hat die Werte verschoben. Das hat uns fürchterlich genervt. Wer Geiz "geil" findet und dann einen kleinen Schritt weiter denkt, der befürwortet, dass sein Nachbar womöglich bald keinen Arbeitsplatz mehr hat. So entstand vor fast drei Jahren die Idee: Wir zeigen, made in Germany ist klasse. Hinter den kleinen Manufakturen stehen Menschen(!), die mit Engagement, Kreativität, Sorgfalt und Hingabe produzieren.
Die Produzenten bürgen auf KLICK-Germany mit Bild und Namen für die Qualität der Produkte. Wie wichtig ist das für die Kunden?
Machen wir uns nichts vor: Durch die unglaubliche Masse an Produkten in riesigen Waren-häusern haben wir vergessen, dass hinter jedem Artikel, den wir in die Hand nehmen, Men-schen stecken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Anonymisierung, die ja in fast allen Bereichen unseres Lebens stattfindet, nicht allen Menschen gefällt. Es gibt einen Kun-denkreis, der möchte wissen, wo die Produkte hergestellt werden, welches Material verwendet wird. Unsere Geschichten über die Menschen hinter den Produkten schaffen Vertrauen. Es gibt oft einen regen E-Mail-Verkehr zwischen Hersteller und Kunden, manchmal wird sogar telefoniert. Das bietet auch die Chance, ganz individuell auf die Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen: Eine andere Farbe, ein anderes Muster, eine andere Größe kann so ermöglicht werden. Es ist wie auf einem Marktplatz, auf dem Kunde und Hersteller ein Schwätzchen halten.
Das Kunsthandwerker-Portal ging schon 2001 online und hat sich mit mehr als 5000 Einträgen zu einem der umfangreichsten und besten Verzeichnisse im deutschsprachigen Raum entwickelt. "KLICK-Germany - Das große Kaufhaus der kleinen Hersteller" ist am 15. November 2007 gestartet. Im Shop von KLICK-Germany kann man die Produkte von mehr als 280 kleinen Manufakturen aus Deutschland kaufen, darunter Kunsthandwerker, Designer, Goldschmiede und andere Produzenten. Es sind professionelle Hersteller, die von ihrer Arbeit leben. Die Journalistin Jana Schütze und der Fotograf Andreas Krone erzählen die Geschichten der Menschen hinter den Produkten.
Die Kooperation beinhalten, das Hersteller von KLICK-Germany sich natürlich kostenlos im Kunsthandwerker-Portal eintragen können. Mit mehr als 1000 Besuchern täglich ist das Portal sehr beliebt. Kunsthandwerker oder Künstler vom Kunsthandwerker-Portal, die von ihrer Arbeit leben, sind eingeladen, sich um eine kostenlose Präsentation auf KLICK-Germany zu bewerben. Voraussetzungen für eine Aufnahme: Die Bewerber leben von ihrer Arbeit. Sie stellen Produkte her, die einzigartig sind und die hier in Deutschland produziert werden. KLICK-Germany entscheidet, ob der Hersteller aufgenommen wird. Jana Schütze von KLICK-Gemrany: "Bei einigen Herstellern werden wir mit Bessie, unserem rollenden Büro, vorbeifahren, werden in die Werkstatt schauen und sind gespannt auf die Geschichte der Menschen."
Um Näheres über die beiden Portale zu erfahren, beantworten die Geschäftsführerinnen jeweils zwei Fragen.
Iris Willecke, Gründerin des Kunsthandwerker-Portals:
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ich fertige selbst Kränze aus Naturmaterialien, floristische Dekorationsgegenstände und Foto-karten an. Diese wollte ich Anfang 2000 mit Patchworkartikeln meiner Mutter auf Kreativ- und Kunsthandwerkermärkten verkaufen. Wir wohnten noch nicht lange in Herford, ich kann-te keine regionalen Märkte und erst recht keine Veranstalter. Also habe ich im Internet nach Informationen gesucht, aber kaum etwas gefunden. Es gab so gut wie keine Seiten zum The-ma, weder gute Verzeichnisse, in denen sich Kunsthandwerker und Kreative präsentieren konnten, noch Terminkalender. So beschlossen mein Mann und ich, ein Portal rund ums Thema Kunsthandwerk ins Leben zu rufen. Mein Mann ist Geschäftsführer der "Willecke IT Beratung und Entwicklung", konnte somit die technische Umsetzung realisieren. Ich, die von Computern und Internet eigentlich keine Ahnung hatte, war für die inhaltliche Ausgestaltung zuständig. Ich schrieb Kunsthandwerker an. Nach einigen Monaten hatte ich schon 100 Ein-träge zusammen. Dass es einmal die heutige Größe annehmen würde, hätten wir beide nie ge-dacht. Heute haben wir mehr als 5000 Einträge. Der Veranstaltungskalender enthält die wichtigsten Märkte.
Sind Sie kompetent in Sachen Kunsthandwerk?
"Bin ich leider nicht. Ich bin allerdings in einer Familie groß geworden, in der (kunst)handwerklich hergestellte Artikel sehr geschätzt wurden. Daher habe ich wahrschein-lich schon früh meine Liebe zu den schönen Dingen, die das Kunsthandwerk zu bieten hat, entwickelt und bin selbst ein wenig kreativ geworden. Ich bin aber keinesfalls Fachfrau. Ich kann nur feststellen, ob mir etwas gefällt. Das sagt natürlich nichts über den künstlerischen Wert einer Arbeit aus. Deshalb dürfen sich auch in unserem Kunsthandwerker- und Künst-lerverzeichnis alle eintragen lassen, die sich selbst als Kunsthandwerker oder Künstler verste-hen und die in Handarbeit Gebrauchs- oder Dekorationsgegenstände herstellen. Ich selber kann und möchte nicht entscheiden, wo Kunsthandwerk anfängt, von welcher handwerkli-chen Tätigkeit oder Hobbybastelei es abzugrenzen ist. Am Anfang wollten manche der "ech-ten Profis" nicht mit den Hobbyisten zusammen in einem Verzeichnis geführt werden. Inzwi-schen gibt es eine gesunde Mischung in unserem Portal. Das finde ich gut so. Denn jeder soll bei uns das finden, wonach er sucht. Die Geschmäcker sind auf dieser Welt nun mal sehr ver-schieden."
Jana Schütze, Gründerin von KLICK-Germany Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
"Als Journalisten-Team arbeiten wir seit vielen Jahren für bekannte Frauenzeitschriften. And-reas Krone ist gelernter Fotograf, ich habe Journalistik studiert. Wir haben viele Porträts über Frauen produziert, die sich mit einer Idee selbständig gemacht haben. Wir waren begeistert vom Mut und den Ideen dieser Menschen. Doch alle erzählten das Gleiche: Ihre Produkte werden nicht nach dem Wert ihrer Arbeit gemessen, sondern nur am Preis. Diese "Geiz ist geil"-Mentalität, die Jagd nach billiger, billiger und noch billiger, hat die Werte verschoben. Das hat uns fürchterlich genervt. Wer Geiz "geil" findet und dann einen kleinen Schritt weiter denkt, der befürwortet, dass sein Nachbar womöglich bald keinen Arbeitsplatz mehr hat. So entstand vor fast drei Jahren die Idee: Wir zeigen, made in Germany ist klasse. Hinter den kleinen Manufakturen stehen Menschen(!), die mit Engagement, Kreativität, Sorgfalt und Hingabe produzieren.
Die Produzenten bürgen auf KLICK-Germany mit Bild und Namen für die Qualität der Produkte. Wie wichtig ist das für die Kunden?
Machen wir uns nichts vor: Durch die unglaubliche Masse an Produkten in riesigen Waren-häusern haben wir vergessen, dass hinter jedem Artikel, den wir in die Hand nehmen, Men-schen stecken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Anonymisierung, die ja in fast allen Bereichen unseres Lebens stattfindet, nicht allen Menschen gefällt. Es gibt einen Kun-denkreis, der möchte wissen, wo die Produkte hergestellt werden, welches Material verwendet wird. Unsere Geschichten über die Menschen hinter den Produkten schaffen Vertrauen. Es gibt oft einen regen E-Mail-Verkehr zwischen Hersteller und Kunden, manchmal wird sogar telefoniert. Das bietet auch die Chance, ganz individuell auf die Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen: Eine andere Farbe, ein anderes Muster, eine andere Größe kann so ermöglicht werden. Es ist wie auf einem Marktplatz, auf dem Kunde und Hersteller ein Schwätzchen halten.

