Kiew unter schwerem Beschuss: Rekordangriff und internationale Reaktionen
Ein massiver russischer Angriff hat in der Ukraine zu vier Todesopfern, vielen Verletzten und erheblichen Sachschäden geführt. Berichten zufolge setzte Moskau unter anderem über 800 Kampfdrohnen, Marschflugkörper und Raketen ein – ein neuer Höchstwert laut Angaben der Kiewer Luftwaffe. Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko hob hervor, dass zum ersten Mal ein feindlicher Angriff das Regierungsgebäude beschädigt habe. Trotz Schäden am Dach und den oberen Stockwerken gab es glücklicherweise keine Verletzten. Unbeirrt vom russischen Aggressionskurs, betonte sie, dass die Arbeit der Regierung fortgesetzt werde. Die Welt müsse auf die Zerstörungen entschlossen reagieren und den Druck auf russisches Öl und Gas erhöhen.
International stieß der Angriff auf breite Anteilnahme. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach seinen Dank an europäische Politiker wie die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron aus. In einer Stellungnahme verurteilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das erneute Scheitern diplomatischer Lösungsansätze. EU-Ratspräsident António Costa kritisierte, dass Putins Vorstellungen von Frieden widersprüchlich seien. Selenskyj forderte die internationale Gemeinschaft auf, politische Konsequenzen für Russland zu ziehen und bestehende Vereinbarungen, insbesondere die aus Paris, strikt umzusetzen.
Besonders tragisch war der Verlust von Menschenleben in der Hauptstadt Kiew, wo auch ein drei Monate altes Kind mit seiner Mutter ums Leben kam. Der militärische Verwaltungschef von Kiew, Tymur Tkatschenko, schilderte das Ausmaß der Zerstörung. Die Angriffe forderten den Einsatz der Rettungskräfte in mehreren Stadtteilen, insbesondere im Viertel Swjatoschyn, wo zahlreiche Wohnungen beschädigt wurden.
Seit mehr als dreieinhalb Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen die russische Invasion und wird dabei von internationalen Partnern unterstützt. Die Angriffe auf Kiew und andere Gebiete unterstreichen erneut die Dringlichkeit einer politischen Lösung, um weiteres Leid und Zerstörung zu verhindern.

