Kiew pocht auf Rückkehr und Präsidententreffen: Waffenstillstand vorerst kein Thema
Während die Welt auf Frieden hofft, verfolgt Kiew in der nächsten Verhandlungsrunde mit Russland eine andere Agenda: Die Rückkehr ukrainischer Kriegsgefangener und entführter Kinder stehen im Fokus. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj betonte bei einem Treffen mit ukrainischen Diplomaten, dass Gespräche über einen Waffenstillstand derzeit nicht auf der Liste stehen.
Selenskyj sieht die Notwendigkeit, Dynamik in die Verhandlungen zu bringen und hebt die Bedeutung eines Spitzentreffens mit Russlands Präsident Wladimir Putin hervor. Trotz gescheiterter Versuche, unter anderem bei einem Besuch in der Türkei, bleibt er überzeugt, dass Resultate am ehesten bei direkten Gesprächen auf höchster Ebene erzielt werden können.
Der Kreml hingegen zeigt sich zurückhaltend und argumentiert, dass auf höchster Ebene nur dann sinnvoll verhandelt werden könne, wenn die Grundlagen auf niedrigerer Ebene entsprechend vorbereitet sind. Immerhin führten frühere Gesprächsrunden zu einer Einigung über den Gefangenenaustausch und die Rückgabe gefallener Soldaten.
Unterdessen bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow Moskaus anhaltendes Interesse an weiteren Gesprächsrunden, die wiederum in Istanbul stattfinden sollen. Ein Treffen könnte Ende Juli erfolgen, genaue Details zur Terminierung stehen jedoch noch aus.

