Kenvue-Aktien im Sturzflug nach Berichten über Autismus-Verbindung zu Tylenol
Der Aktienkurs von Kenvue erlebte am Freitag, dem 5. September, einen drastischen Einbruch. Hintergrund sind Berichte, dass Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. plant, eine Verbindung zwischen Autismus und der Verwendung des Medikaments Tylenol durch schwangere Frauen herzustellen.
Tylenol, ein weit verbreitetes rezeptfreies Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetaminophen, wird von Kenvue produziert, einem Ableger von Johnson & Johnson. Im Frühjahr dieses Jahres verlegte das Unternehmen seinen globalen Hauptsitz nach New Jersey und eröffnete dort die neue Zentrale gemeinsam mit Gouverneur Phil Murphy und dem damaligen Kenvue-CEO Thibaut Mongon.
Der Bericht von Kennedy Jr., der von der "Make America Healthy Again"-Initiative des ehemaligen Präsidenten Donald Trump unterstützt wird, soll noch in diesem Monat erscheinen, lautete ein Bericht des Wall Street Journal vom vergangenen Freitag. In einer Stellungnahme gegenüber dem Wall Street Journal betonte Kenvue, dass das Unternehmen die wissenschaftlichen Erkenntnisse kontinuierlich überprüfen und weiterhin daran glauben, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Acetaminophen, Schwangerschaft und Autismus gebe.
Sie fügten hinzu, dass die FDA und führende medizinische Organisationen die Sicherheit des Medikaments für schwangere Frauen sowie die Informationen auf der Tylenol-Verpackung bestätigen. Die FDA-Website erklärt, dass es keine eindeutigen Hinweise gibt, dass eine sachgemäße Verwendung von Acetaminophen während der Schwangerschaft negative Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt oder die Entwicklung von Kindern hat.

