Kein Bullenmarkt in Sicht: Bitcoin schließt vier Monate in Folge im Minus

Vor wenigen Monaten noch schien der Bitcoin-Markt von Optimismus geprägt zu sein. Investoren hofften auf einen erfolgreichen „Uptober“ und die Bullen dominierten das Geschehen. Bitcoin handelte zu dieser Zeit in einem sechsstelligen Bereich und erreichte ein neues Allzeithoch von über $126.000. Prognosen von $150.000 oder $200.000 bis Jahresende waren weit verbreitet, basierend auf historischen Entwicklungen.
Monatliche Abschlüsse im Minus
Die Realität sah jedoch anders aus. Statt die prognostizierten Höhen zu erreichen, erlebte Bitcoin am 10. und 11. Oktober einen Einbruch von $19 Milliarden, von dem sich die Kryptowährung nicht mehr erholen konnte. Tatsächlich schloss Bitcoin das Jahr 2025 erstmals in einem Post-Halving-Jahr im Minus ab.
Das Jahr 2026 begann mit der Hoffnung auf eine Erholung, die jedoch Mitte Januar gestoppt wurde, als Bitcoin bei $95.000 abprallte und weiter fiel. Zunächst fiel der Kurs unter $90.000, was jedoch nur der Anfang war. Der Kurs stürzte auf $81.000 ab, erholte sich kurz auf $84.000, bevor er am Samstag erneut abgelehnt wurde. Innerhalb weniger Stunden verschlechterte sich die Lage weiter und der Kurs fiel auf etwa $75.000, was zu Liquidationen in Milliardenhöhe führte. Damit verlor Bitcoin in weniger als zwei Wochen $20.000.
Laut Daten von CoinGlass schloss Bitcoin den Januar mit einem Verlust von 10,17%, obwohl es sich leicht von diesem Tief erholte. Dies markierte den vierten Monat in Folge mit einem Minus und den schlechtesten seit November.
Kein Bullenmarkt?
Seit Oktober sind sich Kryptoanalysten uneinig, ob die aktuelle Marktphase tatsächlich ein Bullenmarkt ist. Die Daten zeigen jedoch, dass das Verhalten von Bitcoin eher einem Bärenmarkt entspricht. Das letzte Mal, dass Bitcoin vier oder mehr Monate in Folge im Minus war, war Ende 2018 und Anfang 2019. Damals erreichte Bitcoin immer wieder neue Tiefststände, bevor es im Januar nach sechs Monaten im Minus einen Boden fand. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte die Kryptowährung noch weiter fallen, bevor sie sich erholt.
Dennoch gibt es Hoffnung auf ein positiveres zweites und drittes Quartal, wenn man sich auf historische Muster verlässt. Einige Analysten sind der Meinung, dass der vierjährige Zyklus gebrochen wurde und Bitcoin nun anders agiert. Gute Nachrichten könnten daher bereits im Februar eintreffen.

