Katastrophale Überschwemmungen in Indonesien: Vulkanschutt fordert mindestens 37 Todesopfer auf Sumatra
Tödliche Naturgewalten hielten am Wochenende Teile Indonesiens in Atem: Auf der Insel Sumatra kam es infolge von anhaltendem Starkregen zu verheerenden Überschwemmungen und Schlammströmen, die von den Hängen des aktiven Vulkans Mount Marapi hinabstürzten. Indonesische Behörden meldeten mindestens 37 Todesfälle und suchen noch nach 17 vermissten Personen.
Der ausgelöste Schlammstrom, in Indonesien als Lahar – kalte Lava – bezeichnet, nahm tödliche Fahrt auf, als vom Vulkangestein und Asche getränkte Wassermassen die Ortschaften erreichten. Zusätzlich verursachte der Regen das Überlaufen des nahegelegenen Flusses, was die Situation weiter verschärfte.
Vier Regionen im westlichen Bereich Sumatras erlitten schwere Schäden. Indonesiens Katastrophenschutzbehörde registrierte eine Flutung von fast 200 Wohnhäusern und koordinierte die Evakuierung von 159 Personen. Vielerorts hinterließ die Schlammflut Ablagerungen, die bis zu den Waden Erwachsener reichten.
Mit Einbruch der Dunkelheit am Sonntagabend war die Bilanz des Naturereignisses düster: Neben den Todesopfern und Vermissten, stehen zahlreiche Bewohner vor den Trümmern ihrer Existenz. Durch die unerbittlichen Naturkräfte wurden unzählige Leben verändert – eine Erinnerung daran, wie unvorhersehbar und mächtig die Kräfte der Erde sein können. (eulerpool-AFX)

