Katana Engine wird zentrale Plattform für Spieleentwicklung bei Koei Tecmo
Koei Tecmo investiert massiv in die Weiterentwicklung seiner firmeneigenen Katana Engine. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31.03.25 endete, stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das berichtet Gamebiz.
Ein Großteil dieses Budgets floss in die Verbesserung der hauseigenen Spiele-Engine, die mittlerweile den technischen Kern nahezu aller Spiele des japanischen Unternehmens bildet, darunter Actionspiele wie Dynasty Warriors: Origins und Rise of the Ronin sowie Strategiesimulationen wie Nobunaga's Ambition.
Die Katana Engine wurde gezielt auf Vielseitigkeit ausgelegt: Sie unterstützt sowohl fotorealistische Lichtdarstellung als auch den stilisierten Anime-Look, der etwa in der Atelier-Reihe zum Einsatz kommt. Zusätzlich ermöglicht sie prozedurale Generierung von Inhalten, wie z.B. Geländeformen, die aus einfachen Skizzen entstehen, sowie aus 2D-Vorlagen berechnete Gesichtsausdrücke für Spielfiguren.
Laut Entwicklungsleiter Hirosato Mishima ist die Eigenentwicklung strategisch entscheidend: Sie beschleunige die Umsetzung neuer Konzepte, da man nicht auf externe Middleware-Anbieter angewiesen sei. Koei Tecmo könne frühzeitig auf neue Hardwareplattformen reagieren und verfüge über die technische Unabhängigkeit, Innovationen direkt umzusetzen. Für Mishima ist diese Fähigkeit ein unverzichtbares Merkmal, um sich im globalen Wettbewerb behaupten zu können.

