Kanzler Merz betont Unabhängigkeit Deutschlands im transatlantischen Bündnis
Im deutschen Bundestag hat Kanzler Friedrich Merz eine klare Botschaft an die internationale Gemeinschaft ausgesandt: Deutschland wird in seiner Beziehung zu den USA eine gleichberechtigte Partnerschaft anstreben. "Als Demokratien sind wir Partner und Verbündete, nicht Untergebene", betonte der CDU-Vorsitzende in Berlin. Dabei bleibt die Hand zur Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten stets ausgestreckt, jedoch müsse die Beziehung auf Augenhöhe gestaltet werden.
Merz unterstrich, dass dies eine Offenheit für neue Partnerschaften impliziere. Deutschland strebe danach, Teil eines dynamischen Netzwerks souveräner Staaten zu sein, die an einer regelbasierten Weltordnung festhalten. Er hob die Bedeutung freien Handels hervor und sprach sich für offene Märkte mit geringen Zöllen aus, da diese als Grundlage für Wohlstand und Sicherheit gesehen werden.
Besondere Beachtung schenkte der Kanzler dem Mercosur-Abkommen, das die Handelsbeziehungen mit den südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vertiefen soll. Zudem plädierte er für ein Handelsabkommen mit Indien. Deutliche Kritik äußerte Merz am Verhalten deutscher Grünen-Abgeordneter im Europaparlament, die gemeinsam mit Linken und AfD gegen das Mercosur-Abkommen stimmten. Dieses Verhalten bezeichnete er als "mehr als irritierend".

