Kältewinter für Kiew: Erneute Angriffe verschärfen Energiekrise
In Kiew sind nach wiederholten nächtlichen Angriffswellen russischer Streitkräfte die grundlegenden Versorgungssysteme für Tausende von Einwohnern zusammengebrochen. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram, dass mehr als 5.600 Hochhäuser von der Wärmeversorgung abgeschnitten wurden. Besonders betroffen sind jene Gebäude, die bereits im Januar Opfer von Angriffen waren. Raketen, Drohnen und Marschflugkörper wurden dabei laut ukrainischer Luftwaffe eingesetzt. Ersten Meldungen zufolge wurde eine 59-jährige Frau verletzt. Auch die Infrastruktur nahm Schaden: Energieanlagen, Wohnhäuser und Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Es gab zudem Zwischenfälle, in denen Autos durch Trümmer in Brand gerieten.
Am Ufer des Dnipro-Flusses ist die Wasserversorgung ebenfalls zusammengebrochen. Der Winter stellt die ukrainische Hauptstadt vor enorme Herausforderungen. Die systematischen Angriffe auf das Energiesystem destabilisieren das bereits geschwächte Netz weiter und führen zu täglichen Stromausfällen. Anfang des Jahres erschütterten mehrere schwere Angriffe die Stadt, begleitet von unbarmherzigen Frösten, die die Lage der Bevölkerung weiter verschlechtern.
Notunterkünfte bieten den Einwohnern in dieser Notlage zumindest temporäre Hilfe, indem sie Wärme, Wasser und die Möglichkeit zum Aufladen von Handys bereitstellen.

