Jungheinrich kämpft im zweiten Quartal mit Gegenwind
Der renommierte Gabelstaplerhersteller Jungheinrich sieht sich auch im zweiten Quartal mit Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere die schwächere konjunkturelle Entwicklung im europäischen Kernmarkt bereitet dem Unternehmen Kopfschmerzen. Jungheinrich berichtete über einen zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck, der sich spürbar auf die Preisgestaltung im Neugeschäft auswirkt. Diese Erkenntnisse teilte das Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse in Hamburg mit.
Erfreulich ist hingegen ein Anstieg des Auftragseingangs um 4,2 Prozent, was einem Volumen von knapp 1,4 Milliarden Euro entspricht. Der Umsatz blieb mit rund 1,3 Milliarden Euro nahezu unverändert und spiegelte die Herausforderungen wider, denen sich Jungheinrich gegenüber sieht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verzeichnete einen Rückgang von etwas mehr als sechs Prozent und lag bei 106 Millionen Euro. Letztlich sanken die Nettogewinne um 6,9 Prozent auf 70 Millionen Euro.
Das im MDax notierte Unternehmen sah sich gezwungen, im Juli seine Prognosen gleich zweimal zu korrigieren. Zum einen führten die schwache Geschäftsdynamik sowie ein Sparprogramm zu einer Herabsetzung. Zum anderen belasteten negative Effekte aus dem Verkauf des Russlandgeschäfts die Prognosen zusätzlich.

