JPMorgan setzt Rotstift bei ProSiebenSat.1 an
Die renommierte US-Bank JPMorgan hat ihre Einschätzung für die Aktie von ProSiebenSat.1 deutlich gesenkt. Das Kursziel liegt nun bei 5,70 Euro, nachdem es zuvor noch bei 9,30 Euro gelegen hatte. Analyst Daniel Kerven hob in seiner Begründung für diese Herabstufung von "Overweight" auf "Neutral" am Mittwochabend vor allem das Risiko hervor, dass der italienische Medienkonzern Media for Europe (MFE) möglicherweise seine Übernahmepläne auf Eis legen könnte.
Die Aktie von MFE habe bereits stark an Wert verloren, insbesondere angesichts der Herausforderung, im derzeit wirtschaftlich volatilen Umfeld eine etwaige Schuldenlast von ProSiebenSat.1 zu refinanzieren. Für MFE könnte das finanzielle Risiko aktuell zu schwerwiegend sein, um den Prozess der Übernahme fortzusetzen. Analysten spekulieren darauf, dass sich MFE möglicherweise zurückzieht und erst dann erneut aktiv werden könnte, wenn der volumengewichtete Durchschnittskurs der ProSiebenSat.1-Aktien signifikant gesunken ist. Dieser Kurs spielt eine entscheidende Rolle bei der Bemessung des Angebots.

