Johnson & Johnson setzt auf das Nervensystem: Milliarden-Übernahme von Intra-Cellular Therapies
Der Gesundheitsriese Johnson & Johnson (J&J) erweitert seinen Einfluss im Bereich der neurologischen Erkrankungen durch den Erwerb von Intra-Cellular Therapies für rund 14,6 Milliarden US-Dollar. Hierbei zahlt J&J beeindruckende 132 US-Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 39% im Vergleich zum Schlusskurs am vergangenen Freitag. Vorbörslich kletterte der Aktienkurs von Intra-Cellular bereits um 35% auf 128 US-Dollar.
Diese Transaktion reiht sich ein in eine Serie strategischer Zukäufe von J&J, die zur Sicherung des Wachstums über das Jahr 2025 hinaus dienen sollen. Ab diesem Zeitpunkt könnte das Unternehmen mit Konkurrenz für sein bislang äußerst ertragreiches Medikament Stelara konfrontiert werden, da etliche Biosimilar-Varianten in den USA erwartet werden.
Mit der Übernahme erhält J&J Zugriff auf Caplyta, ein oral verabreichtes Medikament von Intra-Cellular, welches zur Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Depressionsepisoden zugelassen ist und in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 einen Umsatz von 481,3 Millionen US-Dollar erzielte. Zusätzlich strebt Intra-Cellular eine erweiterte Zulassung für Caplyta als Zusatztherapie bei schweren Depressionen an.
Ferner testet das Unternehmen ein weiteres Medikament namens ITI-1284 in mittleren Studienphasen zur Behandlung von generalisierten Angststörungen sowie Psychosen und Agitation im Zusammenhang mit Alzheimer.
Im Vorjahr hatte J&J für 1,25 Milliarden US-Dollar ein Arzneimittel zur Hautbehandlung von Numab erworben und mit 850 Millionen US-Dollar den Arzneimittelentwickler Proteologix gekauft. Zudem stärkte der Konzern seine Medizintechniksparte durch die Akquisition von Shockwave Medical für 13,1 Milliarden US-Dollar und die Übernahme von V-Wave für 1,7 Milliarden US-Dollar.
J&J plant, die Finanzierung des Deals mit einer Mischung aus Barreserven und Fremdkapital zu realisieren. Die Transaktion soll voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Den ersten Bericht über diese signifikante Akquisition lieferte Bloomberg News bereits am 12. Januar.

