Jetzt in Immobilien einsteigen? Das bringt's wirklich!
Immobiliarinvestoren stehen vor einer echten Herausforderungen, da sich das Renditepotenzial unterschiedlich entwickelt.
Aus diesem Grund hat das Analysehaus Bulwiengesa die Renditepotenziale aller großen Assetklassen wie Büro, Handel, Wohnen und Logistik im deutschen Immobilienmarkt untersucht. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken ist im Bereich Büro eine deutliche Preiskorrektur zu beobachten, die Preise für Büroimmobilien fielen im zweiten Quartal um fast zehn Prozent.
Dies hat Folgen für die Investoren, da sich die Renditen wieder nach oben bewegen, jedoch auf überschaubarem Niveau, einer durchschnittlichen Rendite von 1,2 bis 3,9 Prozent für die großen deutschen Städte. Ebenso hat sich infolge Insolvenzen im deutschen Einzelhandel Einzelhandelsimmobilien-Investments resp. die Investitionen in Shoppingcenter nur selektiv entwickelt.
Die Experten von Bulwiengesa sehen die Renditespanne bei Shoppingcentern derzeit bei 3,1 bis 4,9 Prozent. Ein wichtiges Investment bleiben Logistikimmobilien – obwohl sich hier auch der Abschwung am Immobilienmarkt bemerkbar machte. Die Experten rechnen hier mit einer Rendite von 3,1 bis 4,8 Prozent. Was den Sektor Wohnen betrifft, sind die Preise hierzulande zuletzt eingebrochen, allmählich zeichnet sich jedoch eine Stabilisierung ab. Laut der Analysten von Bulwiengesa ist eine Nettorendite von rund 1,9 bis 3,0 Prozent im Core-Bereich möglich.
Der Immobilienmarkt bleibt auch bei leicht gestiegenen Renditen ein schwieriges Investment: Experten von Bulwiengesa beziffern das mögliche Renditepotenzial bei Unternehmensimmobilien zwischen 4,8 und 7,5 Prozent, bei Hotelimmobilien sogar bis zu 6,8 Prozent. Trotzdem lassen die kleinen Renditen die Anleger weiter unbeeindruckt, da sie die bereits im vergangenen Jahr eingetretene Marktstarrheit nur langsam aufheben. Käufer und Verkäufer können sich offensichtlich noch nicht auf ein akzeptables Preisniveau einigen, wodurch der Anstieg der Renditen zur Aktivierung des Markts nicht ausreicht.
Für Erwerber bleibt es damit weiterhin ein Nischenmarkt, in dem Cherry-Picking angesagt ist, sagte Bulwiengesa-Vorstand Carstensen. Wenn sich Investoren an Einzelobjekte heranwagen, versprechen sie sich noch ein auskömmliches Renditeplus. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Performance des Immobiliensektors weit hinter der Inflation her hinkt und die kleinen Mehrrenditen erst einmal nur zum Abwarten anregen.

