Jefferies Financial blüht auf: Makroökonomische Trends treiben Gewinn in die Höhe
Die Investmentbank Jefferies Financial verzeichnete im vierten Quartal einen beeindruckenden Gewinnanstieg, der mehr als das Dreifache des Vorjahreszeitraums ausmachte. Dank höherer Gebühren für Beratung bei Fusionen und Übernahmen sowie einem anhaltend starken Underwriting konnte das Unternehmen deutlich zulegen.
Die gegenwärtig lebhaften Märkte, rückläufige Zinsen und die Aussicht auf eine lockerere Regulierung unter der bevorstehenden Trump-Regierung beflügeln das Unternehmenssentiment in Bezug auf Fusionen und Akquisitionen. Auch Aktien- und Anleiheemissionen verzeichneten im zweiten Halbjahr 2024 einen Anstieg.
Laut Dealogic-Daten stiegen die globalen Einnahmen im Investmentbanking 2024 um 26 Prozent auf 86,8 Milliarden US-Dollar, wobei Nordamerika mit einem Zuwachs von 33 Prozent die Führung übernahm. Jefferies rangierte im gleichen Zeitraum auf Platz sieben hinsichtlich der verdienten Gebühren unter den Banken.
Brian Friedman, Präsident von Jefferies, äußerte sich in einem Interview optimistisch: "M&A und IPOs werden die Unternehmensaktivitäten, Private-Equity-Aktivitäten und generell das Investmentbanking sowie die Kapitalmärkte vorantreiben. Wir befinden uns in einer positiven und zunehmend attraktiven Phase."
Im vierten Quartal kletterten die Einnahmen im Investmentbanking des Unternehmens um nahezu 73 Prozent auf 986,8 Millionen US-Dollar, während die Kapitalmärkteinnahmen um 34 Prozent auf 651,7 Millionen US-Dollar stiegen. Experten erwarten, dass das globale Geschäftsvolumen im Jahr 2025 die Marke von 4 Billionen US-Dollar überschreiten wird, was am höchsten seit vier Jahren wäre, gestützt durch das Versprechen des designierten US-Präsidenten Donald Trump, die Regulierung zu lockern und die Unternehmenssteuern zu senken.
Goldman Sachs' CEO David Solomon gab auf einer Reuters-Industriekonferenz an, dass Deals im Bereich Aktien und M&A im Jahr 2025 die Durchschnittswerte der letzten zehn Jahre übersteigen könnten.
Die Gesamterlöse von Jefferies erreichten 1,96 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 1,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der in New York ansässigen Bank wurde ein Nettogewinn von 205,7 Millionen US-Dollar, beziehungsweise 91 Cent pro Aktie, für die drei Monate bis zum 30. November zugeschrieben, verglichen mit 65,6 Millionen US-Dollar oder 29 Cent pro Aktie im Vorjahr.
Die Aktien von Jefferies stiegen nachbörslich um ca. 1 Prozent und erzielten 2024 einen Gewinn von 94 Prozent, womit sie größere Rivalen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley übertrafen, ebenso wie breitere Aktienmärkte.

