Japans Wirtschaft schrumpft – Wachstumspläne im Fokus
Japans Wirtschaft hat in den Sommermonaten Anzeichen von Schwäche gezeigt, da sowohl Exporte als auch Investitionen rückläufig waren. Der jüngste Bericht der japanischen Regierung offenbart, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September, auf das Jahr hochgerechnet, um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sank. Es handelt sich um den ersten Rückgang dieser Art seit Beginn des Jahres 2024. Experten von Bloomberg hatten allerdings eine noch stärkere Kontraktion prognostiziert, was auf eine gewisse Resilienz der japanischen Wirtschaft schließen lässt.
In den ersten beiden Quartalen 2025 konnte Japan noch ein solides Wachstum verzeichnen. Yoshimasa Maruyama, Chefvolkswirt des renommierten Wertpapierhandelshauses SMBC Nikko Securities, ist dennoch optimistisch und sieht Japan weiterhin auf einem moderaten Wachstumspfad. Die aktuelle Wachstumsdelle könnte die Entschlossenheit der neuen Regierung bestätigen, mit umfassenden Maßnahmen die Wirtschaft zu stimulieren und nachhaltig zu stärken.
Seit Mitte Oktober lenkt Premierministerin Sanae Takaichi die Geschicke des Landes und ist als erste Frau in diesem Amt Geschichte schreibend. Von ihrer Regierung werden konkrete Maßnahmen zur Förderung des Wachstums erwartet. Die Wahl von Takaichi hat bereits positive Impulse an der Börse ausgelöst, mit einem Anstieg des Nikkei 225 um rund zehn Prozent. Nach der Veröffentlichung der aktuellen BIP-Zahlen verzeichnete der Index allerdings einen leichten Rückgang.

