Japanisches Raumfahrtunternehmen ispace erneut ohne Erfolg auf dem Mond
Ein weiteres Kapitel in der herausfordernden Geschichte der kommerziellen Mondlandungen endet für das japanische Unternehmen ispace ohne den erhofften Erfolg. Die Landefähre 'Resilience', hoch ambitioniert und voller zukunftsweisender Technologie, scheiterte beim Abstieg Richtung Mondoberfläche, wie das Unternehmen mitteilte. Der Grund: Eine unzureichende Abbremsung verhinderte eine weiche Landung, und so vermutet man ein Aufschlagen auf dem staubigen Erdtrabanten. Dies ist nicht der erste Rückschlag für ispace, denn schon im Jahr 2023 verlief der erste Mondlandungsversuch enttäuschend.
Dies steht im krassen Kontrast zu den Erfolgen der US-amerikanischen Raumfahrtindustrie. So schrieb die Firma Intuitive Machines 2024 Geschichte mit 'Odysseus', der ersten erfolgreichen kommerziellen Landung eines privaten Unternehmens auf dem Mond. Ein Jahr später folgte das zweite private US-Unternehmen mit einem weiteren geglückten Landemanöver. Ein technologisches Wettrennen voller Herausforderungen, das dennoch auf Prospekten in den Raumfahrtkreisen Hoffnung schürt.
Für ispace ist der Wettlauf zum Mond noch nicht beendet. 'Wir möchten so schnell wie möglich zu den US-Unternehmen aufschließen', betont Unternehmenschef Takeshi Hakamada mit fester Entschlossenheit. Jedoch bleiben technische Detailprobleme ein Stolperstein auf dem Weg zum Erfolg. Die Herausforderung liegt weiterhin auf der Hand, wie schon 'Resilience' selbst zeigte: Der Abbruch der Mission nach Funkkontaktverlust und verfrühtem Aufschlag ist ein Weckruf in der hochkomplexen Kunst der Mondlandung.
Bereits beim ersten Fehlversuch der Fähre 'Hakuto-R' war eine fehlerhafte Höhenberechnung Ursache des Scheiterns. Diesmal sorgte erneut der Ausfall technischer Kommunikation für das endgültige Aus der Mission. Die Dynastie der Fehlversuche mag dauern, aber der Wille, die Mondoberfläche eines Tages sicher zu erreichen, bricht nicht ab.

